Kategorie: Allgemein

Niederschlag

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Ich war wirklich etwas niedergeschlagen, als ich die Wettervorhersage für unser Alpenwochenende am Taschachgletscher im Pitztal gelesen hatte. Schon am Donnerstagnachmittag, an welchem wir zum Taschachhaus aufsteigen wollten, waren erste gewittrige Schauer angesagt, die Vorhut einer sehr kräftigen Kaltfront.

Christophs letztes Wort

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in Bezug auf die Hidden Peak-Expedition. Er hat meiner Bitte entsprochen. Gestern trafen seine “Nach-betrachtungen” bei mir ein: Nun ist es also vollbracht. Ich bin seit einigen Tagen wieder zu Hause. Aber so richtig angekommen bin ich eigentlich noch nicht!

Nur ein Tag

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Welches Erfolgskriterium gilt beim Bergsteigen? Richtig, wenn man es genau nimmt, nur ein einziges! Wir müssen auf dem Gipfel gewesen sein. Schaffen wir es nicht dort hinauf, dann sollte die Expedition besser gar nicht stattgefunden haben, denn wer wird sich in der heutigen Zeit schon gern mit einem Fehlschlag in Verbindung bringen lassen wollen?

Worauf es ankommt.

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Es geht los. In wenigen Minuten werde ich zum Bahnhof fahren. Wir nehmen den Nachtzug, um ja rechtzeitig auf dem Flughafen zu sein. Der erste ICE morgen früh wäre so knapp in Frankfurt, dass er keine Verspätung haben dürfte. Und darauf sollte man sich wohl lieber nicht verlassen. Das Permitproblem nehmen wir mit nach Pakistan.

Kennt ihr das?

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Immer wenn es gut läuft, beschleicht mich unweigerlich das Gefühl, als könne es nicht so weiter gehen. Als müsse zwangsläufig irgendetwas passieren, was die ganze schöne Sache zumindest schwierig macht. Oft passiert aber auch gar nichts und man saust durch wie auf einer Bobbahn, ohne die Bande zu tuschieren. Dann wundere ich mich. Und ich hatte schon angefangen, mich zu wundern, als gestern eine Mail unserer pakistanischen Agentur eintraf.

Es wird Zeit!

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Nur noch zehn Tage bis zum Start der Expedition. Da verwundert es nicht, dass ich fast ständig mit den Gedanken bei der bevorstehenden Tour bin. Besonders oft denke ich daran, was so alles schiefgehen kann. Es wird Zeit, dass es losgeht! Worauf sollte ich also möglichst vorbereitet sein? Fest steht, dass wir von Anfang an eine Menge Glück brauchen:

Leben, Sterben und Lügen…

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Wer sich in Gefahr begibt, wird darin umkommen. Das hat mein Vater gesagt, als er erfuhr, dass ich 1995 meinen ersten Versuch an einem Achttausender unternehmen wollte. Er hatte Angst um mich. Ich hatte auch Angst um mich. Und gerade in diesen Tagen werden wir wieder alle gemeinsam daran erinnert, wie groß unsere Verantwortung uns selbst gegenüber ist, wenn wir in den Bergen unterwegs sind. Denn leider ist die gegenwärtige Saison an den großen Gipfeln der Welt eine sehr tragische.

Aircargo

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Irgendwo hab ich es schon mal geschrieben. Das Aircargo ist gleich nach dem Gipfeltag die quälerischste Angelegenheit bei einer solchen Expedition. Da brauche ich bloß an den pakistanischen Zoll zu denken und los geht’s mit dem Vomitus. Doch schon bei der Suche nach einer Cargo-Agentur fingen die Probleme an. Es ist nämlich alles andere als einfach, überhaupt jemanden zu finden, der einen Transport von 125 Kilogramm in sechs Plastetonnen nach Pakistan übernehmen will. Also wer denkt, man brauche bloß DHL anzurufen, und die kämen dann, holten das Zeug ab und schwupp wäre das erledigt, der irrt sich gewaltig.

Eigene Domain

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Seit 1998 gibt es meine Homepage, also genau seit dem Jahr, in dem ich mich selbstständig gemacht habe. Ich hatte damals eigentlich nur einen Gedanken im Kopf: Ob das wirklich gut gehen kann? Viele aus meinem Umfeld in dieser Zeit wussten die Antwort auf diese Frage ganz genau, insbesondere meine Eltern.

Runde Sache

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Es gibt manchmal Tage, da beneide ich solche Leute, die, wie ich in meinem früheren Leben, ein regelmäßiges Einkommen haben. Sie müssen sich deshalb um viele Dinge keine Gedanken machen und können auch entspannt in die Zukunft schauen. Es gibt aber auch Tage, da freue ich mich wirklich sehr darüber, dass alles so ist wie es ist. So zum Beispiel am vergangenen Wochenende.

Absturz

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Ein update war schuld. Das Programm mit dem unsere Homepage gemacht ist, musste auf den neuesten Stand gebracht werden. Doch anschliessend war der Online Shop vollkommen zerstört. Nichts funktionierte mehr. Wir mussten ihn zeitweise ganz abschalten. Doch seit gestern ist er endlich vollständig und in ganz neuem Design wieder im Netz. Alles ist schöner und natürlich auch einfacher.

Klettern leicht gemacht

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Wer auf diese Idee gekommen ist, verdient einen Orden. Denn vermutlich gäbe es den Boom des Klettersports ohne das Toprope-Klettern gar nicht. Auf diese Art zu klettern, macht die ganze Sache ausserordentlich sicher und bequem. Und wir alle, die mit dem Klettern mehr oder weniger auch Geld verdienen, profitieren von diesem Boom. Kletterhallen und Kletterschulen schießen wir Pilze aus dem Boden. Klettern ist auf dem besten Wege, Volkssport zu werden.

Überfall!

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Er ist sicher einer der bekanntesten Kletterwege der ganzen Sächsischen Schweiz, der Überfall an der Lokomotive. Der erste, der diesen Weg schon 1903 kletterte, war Albert Kunze aus Oschatz. Es ist aber nicht der legendäre Überfall selbst, der diesen Weg historisch betrachtet zu etwas besonderem macht, sondern die Tatsache, dass nach dem Überfall Wandkletterei folgt. Man kletterte Anfang des vorigen Jahrhunderts Kamine und Risse. Vor der offenen, griffarmen und deshalb gefährlichen Wand scheute man sich.

Heiße Phase

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Exakt in zwei Monaten geht es los nach Pakistan. Die werden erfahrungsgemäß vergehen wie  im Flug. Deshalb hat sie nun endgültig begonnen, die Endphase unserer Expeditionsvorbereitung. Es wird aber auch Zeit. Der Startschuss dafür ist immer, wenn ich die Hochlagernahrung einkaufe und damit beginne, die Tonnen zu packen. Hochlagernahrung zu kaufen, ist natürlich eine heikle Sache. Man sollte darum tunlichst vermeiden, das allein zu machen. Schließlich hält Essen Leib und Seele zusammen.

Verantwortung

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Der öffentliche Nahverkehr in Leipzig wappnet sich für die Herausforderungen der nächsten 15 Jahre. Eine davon ist, mit weniger städtischen Subventionen auszukommen. Leipzig muss sparen. Und deshalb sollte der diesjährige Führungstag der Leipziger Verkehrsbetriebe unter dem Motto stehen: “In die Verantwortung gehen”. Gemeint war damit, dass jeder, der in der LVB Führungsverantwortung trägt, automatisch auch dafür verantwortlich sein muss, in seinem Bereich zu sparen bzw. mehr einzunehmen oder beides, um die Vorgaben der Stadt zu erfüllen. 

Schöne neue Welt

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Heute war Expeditionstreffen. Und da wir nur noch zu zweit sind, kutschen wir nicht mehr wie früher durch die Gegend, um uns irgendwo zu treffen, sondern wir skypen. Nun ist es so, dass das für die einen die selbstverständlichste und praktischste Sache der Welt ist, für die anderen nicht. Ich gehöre zu letzteren. Zu erklären, warum das so ist, würde den Rahmen einer news sprengen und auch überhaupt nicht da hinein gehören. Trotzdem diese eine Bemerkung: 

Drei in einer

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Drei Sachen sind zu berichten. Am vergangenen Sonnabend hatte ich meine Begleittrekkinggruppe hier bei mir am Gellertplatz. Alle sind gekommen, trotz teilweise richtig weiter Anfahrtswege. Es war ein sehr konstruktives Treffen, während dem wir die wichtigsten Fragen klären konnten. Mit diesem Treffen gibt es nun nicht mehr die Möglichkeit, mit uns zum Basislager des Hidden Peaks zu reisen. Irgendwann muss der Sack auch mal zugemacht werden.

Schlechte Nachrichten

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Wieder zu Hause! Es ist schon ein bisschen deprimierend, wie schnell ich mich an den Alltag hier anpasse. Fast will es mir schon nach zwei Tagen in Leipzig scheinen, als wäre ich nie weggewesen. Aber vier Wochen Nepal sind auch nicht wirklich lange. Ich werde die Zeit hier geniessen, denn lange dauert es ja nicht mehr, bis es wieder losgeht. Alle Aufmerksamkeit gilt jetzt der Vorbereitung der neuen Expedition zum Hidden Peak in Pakistan. Doch leider gibt es diesbezüglich eine schlechte Nachricht.

Kathmandu

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Zugegeben, ich bin immer ein bisschen nervös in Lukla. Aber natürlich ist man besser beraten, hier völlig emotionslos zu bleiben. Erst im letzten Herbst saßen 2000 ! Trekker in Lukla fest, weil zehn Tage kein Flug nach Kathmandu ging. Es gab keine Unterkünfte und auch nichts mehr zu essen. Doch ändern ließ sich daran nichts. 

Abwärts

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Es ist wie immer. Und wie immer kommt mir das ziemlich seltsam vor. Ich hab schon ein bisschen Heimweh. Trotzdem erfasst mich eine diffuse Traurigkeit, wenn es heimwärts geht. Ich kann mich von den grossartigen Bergblicken und den liebenswerten Menschen nur schwer loseisen.

5546 Meter

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Karin schreibt: Heute stehen wir vor dem Höhepunkt unserer Trekkingtour – Die Besteigung des Chukhung Ri, 5546 m hoch. Pünktlich nach dem Frühstück 7.15 Uhr wird gestartet und unser Team läuft zur Bestform auf. Die letzten Kräfte werden mobilisiert, bei strahlendem Sonnenschein erreichen alle den Gipfel.

Damenbesuch

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Um in einer ganz normalen Stadt ein Werbeplakat für einen Vortrag an eine Laterne zu hängen, zahlt man heute im Durchschnitt pro Tag und Plakat so um einen Euro. Macht bei 40 Plakaten, die zehn Tage hängen, 400 Euro. Weniger Plakate lohnen nicht wirklich. Da man die Plakate häufig auch noch selber aufhängen muss, braucht man die entsprechenden Pappen. Vom Benzin und der Zeit um in die Veranstaltungsorte zum Plakatieren zu fahren, mal ganz abgesehen. Bei unseren Eintrittspreisen heisst das, wir brauchen etwa 50 Zuhörer, nur um die Kosten für die Plakate wieder rein zu holen. Von der Saalmiete haben...

Saison beendet

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Mit meiner kleinen Tournee durch die Oberlausitz ist meine Vortragssaison 2011/2012 beendet. In der vergangenen Woche waren wir noch einmal in Löbau, Görlitz und Bautzen unterwegs und können insgesamt eine positive Bilanz ziehen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr konnten wir die Zuschauerzahlen halten oder sogar erhöhen, was in Zeiten unbegrenzter Möglichkeiten im Internet und von Fernsehen in HD-Qualität keineswegs selbstverständlich ist. Wer zieht sich heute schon noch einen altmodischen Diavortrag rein? Könnte man fragen.

Weil hier die Leute sind

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Man kann über Facebook denken was man will, an ihm vorbei kommt man nicht mehr. Denn Facebook ist ein Phänomen. Fast auf den Tag genau vor acht Jahren von Mark Zuckerberg gegründet, hat diese Online-Community heute schon über 800 Millionen aktive Mitglieder. Ursprünglich als ein inoffizielles bebildertes Jahrgangsverzeichnis für die Studenten der Harvard-Universität gedacht, hat sich das erweiterte Konzept in kürzester Zeit über die ganze Welt verbreitet.

Zum Heulen

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Gestern fand unser 7. Expeditionstreffen statt. Wir hatten eine ellenlange Tagesordnung. Und es gab vor allem eine Menge Positives zu verkünden. Die Finanzierung ist auf einem sehr guten Weg, die Grußpostkartenaktion läuft an. Viele Leute wollen Post aus dem Basislager in Pakistan bekommen. Das Permitsharing wird klappen. Die Begleittrekkinggruppe ist fast voll. Und dann kommt der Hammer aus einer ganz unerwarteten Richtung.