Gute Nachrichten aus Nepal

Ich bin schlichtweg überwältigt über die große Anteilnahme vor allem meiner ehemaligen Nepalgäste. Besonders groß ist natürlich die Sorge um Dinge und Personen, die wir gemeinsam auf unseren Touren kennen- und schätzen gelernt haben. Aber auch viele Fans und Besucher meiner Homepage fragen, wie sie am besten helfen können und was aus den Menschen geworden ist, von denen sie hier immer wieder lesen.

Ich kann man erinnern als wäre es gestern gewesen, als ich den leider viel zu früh verstorbenen Gründer meiner Partneragentur in Nepal, Nima Sherpa, nach der Erdbebensicherheit des neuen Hotels fragte. Und er versicherte mir stolz, dass es sehr sicher sei. Nun hat sich das auch bestätigt.

Ich kann mich erinnern, als wäre es gestern gewesen: Ich fragte den leider viel zu früh verstorbenen Gründer meiner Partneragentur in Nepal, Nima Sherpa, nach der Erdbebensicherheit seines neuen Hotels. Und er versicherte mir stolz, dass es sehr sicher sei. Nun hat sich das auch bestätigt.

Die Fragen sind immer dieselben: Wie geht es Kumar, wie Pema vom Kathmandu View Hotel, steht unsere Lodge in Namche noch usw.? Und diesbezüglich zumindest gibt es nach meinem bisherigen Kenntnisstand Gott sei Dank nur positives zu berichten.

Endlich hatte ich Kontakt zu meiner Agentur in Nepal. Man versicherte mir, dass das Team von Multiadventure gesund und in Sicherheit ist und auch das großartige Kathmandu View Hotel noch steht. Ein Stein ist mir vom Herzen gefallen.

Auch mit Kumar hatte ich Kontakt, den ja soviele meiner Gäste in ihr Herz geschlossen haben. Er war zum Zeitpunkt des Bebens im Khumbu unterwegs, ist aber inzwischen von Lukla aus nach Kathmandu zurückgekehrt. Das heißt also, auch der kleine Flughafen in Lukla ist in Betrieb, was natürlich für die vielen Menschen, die im Khumbu vom Tourismus leben, eine ausserordentlich gute Nachricht ist. Kumars Familie ist ebenfalls vom Beben verschont geblieben.

Kumar (rechts unten) mit meinen Gästen 2014 in meinem Lieblingsrestaurant in Thamel. Ich kann mich noch genau an seine Ansprache an meine Gäste erinnern. Er hat sich zu einem echten Profi gemausert.

Kumar (rechts unten) mit meinen Gästen 2014 in meinem Lieblingsrestaurant beim tibetischen Hotpot in Thamel. Ich kann mich noch genau an seine Ansprache an diesem Abend erinnern. Er hat sich zu einem echten Profi gemausert.

Kumar konnte glücklicherweise auch von Namche berichten. Lakpa und ihr Mann Nge Don sind ebenfalls wohlauf. Meine Stamm-Lodge in Namche steht auch noch und ist wohl sogar völlig unversehrt geblieben. Zwar wollen die meisten Touristen, die derzeit dort unterwegs sind, so rasch wie möglich nach Hause, doch im Grunde genommen wäre das nicht nötig, denn die Infrastruktur in der Khumburegion ist weitestgehend intakt.

Lakpa vor ihrem Shop in Namche Basar. Alles ist heil geblieben.

Lakpa vor ihrem Shop in Namche Basar. Alles ist heil geblieben. (Foto: Ute Helmers)

Das alles sind sehr gute Nachrichten vor allem für die Menschen dort. Denn eines steht natürlich fest. Die nächste Tragödie  für das arme Land wäre ein Ausbleiben der Touristen. Der Tourismus bringt dem Land mit Abstand die meisten Devisen ein, etwa 30 Prozent. Danach kommt der Teppichexport und an dritter Stelle rangiert schon die Entwicklungshilfe. Es käme somit tatsächlich einer Katastrophe gleich, würden die Besucherzahlen drastisch einbrechen.

Es ist also ganz einfach. Jeder, der vorhatte, in dieses wunderschöne Land zu reisen, sollte dass auch tun. Und schon in einigen Wochen wird das mit wenigen Einschränkungen auch wieder möglich sein, denn die Nepalesen selbst wissen am allerbesten, wie extrem wichtig dieser Wirtschaftszweig für sie ist. Und die Nepalesen sind ein Volk, dass mit Problemen und Schwierigkeiten umzugehen weiß. Das ist sozusagen ihr tägliches Brot.

Ein brandaktuelles Bild unserer Lodge in Namche. Alles okay, so wie es aussieht. (Quelle: http://www1.wdr.de/themen/aktuell/nepal-erdbeben-deutsche100.html)

Ein brandaktuelles Bild unserer Lodge in Namche. Alles okay, so wie es aussieht. (Quelle: http://www1.wdr.de/themen/aktuell/nepal-erdbeben-deutsche100.html)

Meine Botschaft ist also unmissverständlich: Spenden ist wichtig, nein, es ist sogar unsere Pflicht, zu helfen, ganz einfach weil wir es können und es uns nicht wehtut. Aber noch wichtiger ist, hinzufahren und den Leuten damit Arbeit zu geben. Das ist und bleibt die beste Hilfe zur Selbsthilfe.

8 Antworten

  1. Ute H sagt:

    lieber Olaf,
    Danke für die persönlichen News. Es erleichtert zu lesen, dass alle der uns bekannten Personen wohlauf sind.
    All die Schreckensmeldungen aus Nepal haben wir fassungslos verfolgt. Und hoffen durch Spenden einen Teil zur Hilfe beitragen zu können. Und bestimmt auch durch eine erneute Reise nach Nepal.
    Herzliche Grüße Ute

  2. Anja E. sagt:

    Hallo Olaf,
    Hab vielen Dank für die News. Schön hast du das zusammengefasst, was seid Tagen in meinem Kopf schwirrt, wie geht es denen, die in den schwer erreichbaren Regionen leben u denen die man kennengelernt hat.
    Ich werde auch meinen monetären Beitrag leisten u hoffe es kommt auch da an, wo es am meisten gebraucht wird.
    Glg aus Salzburg
    Anja

  3. Veronica sagt:

    Schön zu hören, dass es Pema, Kumar usw. gut geht!! Und dass das Katmandu View Hotel noch steht (wo ich ja auch schon auf dem Dach die Aussicht über Kathmandu und das leckere Essen von Pema genossen habe) und die Lodge in Namche auch! Was für ein herrliches Bild von Lakpa und dir!! Hoffentlich können die Menschen in Nepal alle bald wieder so lachen wie sie es auf dem Foto tut!

  4. Simone sagt:

    Hallo Olaf,
    danke für Deinen Beitrag.
    Seid Tagen verfolge ich diese Tragödie in Nepal. Wir waren 2013 dort und haben für Ende Oktober schon wieder gebucht. Ich habe lange nach Infos über das Kathmandu-View-Hotel gesucht, indem wir insgesamt 7 Nächte waren. Gott sei Dank dass es Pema dem Hotelteam und dem ganzen Hotel gut geht. Vielleicht wird ja unsere Tour bis dahin nicht abgesagt, ich würde immer noch gern fahren.
    Kannst Du noch mehr zur Everest-Region sagen?

  5. Simone sagt:

    Danke!
    Weitere Infos immer gern!

  6. Peter sagt:

    Hallo Olaf,
    eine solche Katastrophe, wie in Nepal, ist immer schlimm. Wenn man jedoch eine persönliche Beziehung dazu hat, ist man besonders fassungslos.
    Deshalb freue ich mich über deinen heutigen Blog. Endlich etwas Positives in der Menge der ansonsten doch meist traurigen Nachrichten.
    Es ist schön, zu wissen, dass es Kumar und allen anderen, die sich um unser Wohl bei den Touren gekümmert haben, gut geht.

    Viele Grüsse
    Peter

  7. Debby Aw sagt:

    hallo,
    ich bin jetzt das erste mal zufällig auf diese seite gestoßen und kann ihnen ein riesiges DANKE aussprechen!
    ich konnte diese ganzen negativen nachrichten über die lage in nepal nicht mehr hören und habe nach positiven nachrichten über nepal spezifisch gesucht-und wurde fündig!
    Ich habe einen sehr guten freund aus nepal,dessen familie es gott sei dank gut geht.
    durch seine erzählungen über nepal ist mein interesse, nepal eines tages selbst zu besichtigen, stetig gewachsen&es freut mich sehr zu lesen,dass sie -trotz der katastrophe-nicht davon abraten nach nepal zu reisen&die bevölkerung zu unterstützen.Danke dafuer!
    grueße debby

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