Biographie

Olaf Rieck im März 2010 in Nepal.

Vom Tierarzt zum Expeditionsleiter

Wenn ein ausgeprägter Freiheitsdrang auf Grenzen stößt, die unüberwindlich scheinen, dann passiert womöglich genau das, was mit Olaf Rieck geschehen ist, als der Eiserne Vorhang fiel. Sein Studium der Veterinärmedizin hatte er da gerade abgeschlossen, und nun gab es für ihn kein Halten mehr. Sofort zog es ihn in die extremsten Regionen unseres Globus. Seine ersten ausgedehnten Reisen führten ihn in die Arktis, nach Alaska und in den Himalaya. Doch bald waren ihm auch dort die ausgetretenen Pfade nicht genug. Expeditionsbergsteigen wurde seine Berufung. Schon 1995 gab es den ersten Versuch an einem Achttausender im Karakorum, dem inzwischen mehr als dreißig weitere alpine Unternehmungen im Himalaya, Karakorum, Patagonien und Peru folgten. Darüber hinaus führte er aber auch immer wieder spannende Kajakexpeditionen in Alaska und Spitzbergen durch oder überquerte auf Ski das patagonische Inlandeis.

Porträt (1)

Auf dem Weg zu Alpamayo und Artesonraju in der Cordillera Blanca, Peru 2014.

Ende der neunziger Jahre wurden seine Projekte so anspruchsvoll, dass sie nicht mehr mit seinem Job als Hochschullehrer an der Uni in Leipzig vereinbar waren. Er nahm seinen Abschied, um sich von nun an ausschließlich seiner Leidenschaft zu widmen. Das war auch der Zeitpunkt, als Olaf begann, professionell zu fotografieren und Vorträge zu halten. Außerdem können ambitionierte Bergwanderer seit vielen Jahren auf von ihm selbst geführten Touren in der Everest-Region des Himalaya von seinen Erfahrungen und seinem Wissen profitieren.

Curriculum:

Dr. Olaf Rieck, Jahrgang 1964, geboren in Lutherstadt Wittenberg

  • Studium der Veterinärmedizin 1985-1990, Approbation
  • Lehrtätigkeit als wissenschaftlicher Assistent an der Veterinärmedizinischen Fakultät der Uni Leipzig von 1990-1998
  • Diplom 1990, Promotion 1993, Weiterbildung zum Fachtierarzt für Anatomie, Histologie und Embryologie 1995
  • lebt heute als freier Fotojournalist, Vortragsreferent und Tourenguide in Leipzig
  • Expeditionstätigkeit seit 1989

Die wichtigsten Unternehmungen:

Himalaya (Nepal, Tibet):

  • Cho Oyu, 8201 m (1999)
  • Mt. Everest, 8850 m bis 7400 m (2005)
  • Baruntse, 7220 m (2013)
  • Ama Dablam, 6856 m (2006)
  • Cho Polu, 6734 m, Erstbesteigung (1999)
  • Num Ri, 6677 m, Erstbesteigung (2002)
  • Mera Peak, 6476 m (2013, 2015)
  • Amphu Laptsa Middle, 6238 m, Erstbesteigung (2008)
  • Island Peak, 6189 m (26 Besteigungen von 1997-2011)
  • Nirekha Peak, 6169 m (2013, 2016)
  • Lobuche East, 6119 m (2013)
  • Pokalde, 5922 m (1994, 2003)
  • Chukhung Peak, 5883 m (2002, 2003)

Karakorum (Pakistan):

  • Gasherbrum II, 8035 m (2001)
  • Gasherbrum I, 8080 m bis 6900 m (2001, 2012)

Cordillera Blanca (Peru):

  • Alpamayo 5945 m (2014)
  • Artesonraju 6025 m (2014)
  • Quitaraju 6036 m (2014)

Fan-Gebirge (Tadschikistan):

  • Pik Energie, 5135 m (1989)

Patagonien (Argentinien, Chile):

  • Durchquerung des Inlandeises vom Jorge Montt Gletscher bis zum Paso del Viento (2009)
  • Besteigungsversuch am Cerro Fitz Roy, Besteigung der Guillaumet (2010)

Feuerland:

  • Besteigungsversuch Monte Sarmiento (2016)

Alaska:

  • Durchquerung der Glacier Bay per Kajak (1992, 2000)
  • Mount McKinley, 6194 m (2011)

Arktis:

  • Durchquerung von Spitzbergen von Ost nach West (1991, 2003)
  • Kajak-Expedition zum Nordkap Spitzbergens (2004)

Skandinavien:

  • Durchquerung des Svartisengletschers von Süd nach Nord (1990 Sommer, 1993 Winter)