Heimspiel

In zwei Minuten vom Weihnachtsmarkt direkt nach Nepal. Oder eben umgekehrt. Das war einer der zahlreichen positiven Aspekte an der Idee, meinen neuen Nepalvortrag in diesem Jahr im Großen Saal des Zeitgeschichtlichen Forums zu präsentieren. Ein Kontrastprogramm, was wohl so manchen Vortragsbesucher nach den Bildern aus Nepal ziemlich nachdenklich gemacht hat, wie ich gehört habe.

Der Saal im Zeitgeschichtlichen Forum war für meine belange in jeder Hinsicht perfekt.

Volles Haus im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig. Arne Drews vom Verein Nepalmed e.V. und ich bei der Begrüßung unseres Publikums.

Für mich war diese Wahl ebenfalls ein guter Wurf. Denn vor allem die technische Ausstattung und die hervorragende Betreuung durch die Mitarbeiter ließen bei mir wirklich keine Wünsche offen. An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an Frau Hemmerling und den Haustechniker Herrn Kurth.

In Leipzig vor meinem heimischen Publikum zu stehen, ist natürlich jedes Jahr etwas besonderes. Zweifellos der wichtigste Vortrag des Jahres. Ein Heimspiel eben. Und bekanntlich sind die ja immer aufregender und wichtiger als andere Spiele.

Nepal KdGötter (1)

Ein wenig zur Nervosität beigetragen hat natürlich auch die Tatsache, dass viele meiner ehemaligen und zukünftigen Nepalgäste angereist waren. Und manche haben Strecken von vielen hundert Kilometern auf sich genommen. Bis aus Benediktbeuern, vom Bodensee und aus dem Ruhrgebiet sind Gäste gekommen. Das hat schon das Potential, mich nervös zu machen, nicht zuletzt, weil das ja alles inzwischen Nepalexperten sind. Tja und dann war ja die Art der Präsentation diesmal völlig anders als sonst.

Seit 1998 halte ich Vorträge. Und immer drehte sich die Geschichte um eine Expedition. Doch das war ein Reisevortrag! Ich wusste nicht, ob ich das überhaupt kann.

Diskussion

Fragen über Fragen. Dem Himalaya mit seinen fröhlichen und gastfreundlichen Menschen, seiner mystischen Kultur und seiner toleranten Religion kann sich kaum jemand entziehen.

Das besondere an diesem Abend war auch, dass ich mir einen Mitveranstalter an meine Seite geholt hatte. Gemeinsam mit dem Verein Nepalmed e.V. wollte ich nicht nur für meine zweite Heimat Werbung machen.

Nepal ist derzeit in einer extrem schwierigen Situation, und das hat nicht nur mit den Erdbeben im Frühjahr zu tun. Nepal braucht weiterhin Hilfe. Auch deshalb wollte ich auf diesen Verein aufmerksam machen, der seit seiner Gründung vor 15 Jahren eine großartige Arbeit leistet und eine bemerkenswerte Entwicklung vorzuweisen hat. Wie viel persönlicher Einsatz hinter diesem Engagement steckt, kann ein Außenstehender kaum ermessen.

Es ist wirklich aller Eheren wert, was der verein Nepalmed e.V. in den letzten 15 Jahren bezüglich Mitgliederanzahl, eingeworbenes Geld und vor allem bei den in Nepal realisierten Projekten geleistet hat.

Es ist wirklich aller Ehren wert, was der Verein Nepalmed e.V. in den letzten 15 Jahren bezüglich Mitgliederanzahl, eingeworbenem Geld und vor allem bei den in Nepal realisierten Projekten geleistet hat. Letztens hat sich sogar der Bundespräsident höchstpersönlich bei Nepalmed bedankt.

Natürlich sollte an diesem Abend auch Geld für Nepal gesammelt werden. Und gerade in dieser Hinsicht war der gemeinsame Vortragsnachmittag mit Nepalmed ganz besonders erfolgreich. Zehn Prozent der Einnahmen aus meinen beiden Vorträgen werde ich an Nepalmed überweisen. Dazu kommen dann noch die Einnahmen aus Verkäufen am Stand von Nepalmed und Spenden, so dass deutlich mehr als 1000 Euro für Nepal zusammengekommen sind. Vielen Dank also an dieser Stelle an das gut aufgelegte und sehr spendenfreudige Publikum.

Janina, Diana, Jeannette und Falk hatten alles im Griff. Verlosung, Kartenverkauf, bestellte Karten ausgeben, Fotografieren und was weiss ich noch alles.

Janina, Diana, Jeannette und Falk hatten alles im Griff. Verlosung, Kartenverkauf, bestellte Karten ausgeben, Einlass, Fotografieren und was weiß ich noch alles. Ohne euch hätte es keinen Vortrag gegeben. So einfach ist das!

Zum Schluss möchte ich mich bei meinen Helfern an diesem langen Vortragsnachmittag bedanken. Ohne Janina, Diana, Jeannette und Falk wäre das Ganze gar nicht möglich gewesen. Ihr habt ganz wesentlich zum Gelingen und dem großen Erfolg dieses Nachmittags beigetragen. Und nun habt ihr was gut bei mir 🙂

P.S. Für 2017 gibt es noch einige wenige freie Plätze für die Vier-Täler-Tour im März. Die zweite Tour, auf der wir von Jiri aus zum Everest trekken wollen, ist leider schon ausgebucht.

6 Antworten

  1. Veronica sagt:

    Sehr, sehr schade, dass ich nicht dabei sein konnte!!!

  2. Andrea J. sagt:

    Wieder ein sehr gelungener Vortrag! Gratulation! Beeindruckende Fotos und ein Vortrag mit Tiefgang, ist keine Selbstverständlichkeit! Liebe Grüße von Andrea.

  3. Thomas Schmidt sagt:

    Hey Olaf,
    Ich bin gestern aus Nepal zurück und hatte dort auch so meine Hilfsprojekte, von daher freut mich der Erfolg deines Vortrags + das Spenden sehr. Von weiteren postiven Entwicklungen bzgl. Expeditionen hab ich auch gehört ^^
    Diesmal konnte ich also nicht dein weit-angereister Gast sein,
    Thomas

  4. Thomas Schmidt sagt:

    Unsere 2016-Expedition wird übrigens zum Himlung gehen, Chulu East und Tilicho See liegen auf dem Weg 🙂

  5. Mario sagt:

    Hallo Olaf,

    alle meine Freunde und Bekannten welche zu deinem Vortrag waren, waren einfach nur begeistert.
    Danke auch noch mal von mir für das was du mir in diesem Jahr gezeigt und gelernt hast ( am Knoten bleibe ich dran ).
    Der Vortrag war noch mal ein wunderschöner Rückblick auf das Erlebte und weckt den Ruf auf ein Wiederkommen.
    Ich hoffe das wir im kommenden Jahr das eine oder andere zusammen machen können.

    Für dich und deine Familie ein paar schöne Feiertage und alles, alles Gute für deine Unternehmungen.
    Komm Gesund wieder.

    Viele Grüße, Mario

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