Kategorie: Expeditionen

Zu langsam!

Der Nirekha heute morgen. Und davor ganz links unten wir kleine Menschlein. Warum wollen so kleine und so verletzliche Wesen auf so hohe Berge? 14

Versprechen muss man halten. Aber so rasch wollte ich das eigentlich nicht tun. Wir sind heute Nacht auf die Minute pünktlich um 4.00 Uhr zum Gipfel aufgebrochen.

Versichert

Ein großartiger Tag war das vorgestern, als wir zu fünft auf den Col marschiert sind und dort unser Depot angelegt haben. Solche Bergtage, an denen alles passt, brennen sich für immer ins Gedächtnis. Warum sich das so anfühlt, kann man oft gar nicht recht sagen. 13

Pläne sind auch dazu da, geändert zu werden. Überhaupt sind die Unwägbarkeiten, also die sich ständig ändernden äußeren Bedingungen, der charakteristischste Aspekt von Unternehmungen in den Bergen.

Große Erwartungen

Die Gipfelstürmer bei bestem Wetter auf dem Gokyo Ri mit Everest im Hintergrund. Leider fehlen Carla und Gunter auf diesem Foto, weil sie erst deutlich später am höchsten Punkt eintrafen. Da waren die anderen schon wieder im Abstieg. Es ist einfach zu kalt dort oben, um lange zu warten. 22

Einer der aufregendsten und manchmal auch traurigsten Aspekte bei der Begleitung von Gästen an einen Berg ist der Augenblick, wenn Erwartungen auf Wirklichkeit treffen. Heute war es wieder soweit. Doch eins nach dem anderen.

Gegen die Norm

Es war heute das, was man einen Traumtag nennt. Gestern Abend hatte es geschneit, heute morgen erstrahlte die grandiose, frisch verschneite Bergwelt rings um uns in glasklarer Luft. 12

Unsere erste Etappe von Namche in Richung Gokyo Alm und Cho Oyu führte nach Mong La. Keine lange Strecke, deshalb waren wir schon um die Mittagszeit am Ziel. Es gab Tee und Rara Noodle Soup. Das Wetter war leider nicht ganz so berauschend.

Nachgeschaut

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Nach fast 38 Stunden Flug und Bahnfahrt sind wir nun wieder wohlbehalten in der Heimat angekommen. Feuerland ist wohl tatsächlich so weit weg, wie es sich für mich immer angehört hat. Und man fühlt sich nach diesen fast 15000 Flug- und Bahnkilometern auch sehr weit gereist.

Nachlese: Falks Blickwinkel

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Es hat schon ein wenig Tradition, dass gegen Ende der Unternehmung Olafs Partner der Reise ein paar Gedanken und vielleicht die ein oder andere Episode zum Gesamtwerk beiträgt. Dieser Zeitpunkt ist nun gekommen.

Ein großes Abenteuer

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Die Zivilisation hat uns unversehrt zurück. Wir sind vor wenigen Stunden wieder in Punta Arenas eingetroffen.  Die erste Dusche nach 26 Tagen tat schon sehr gut. Das erste alkoholische Getränk auch. Es geht also ans Resümee ziehen.

Vom Winde verweht

Hier sieht man deutlich die höchste Flutlinie vor unserem Lager. Jetzt gibt es eine neue. 3

Wurden wir nicht. Er war halb so schlimm mit dem Sturm, und wir hatten uns ja vorbereitet. Auch für den Regen waren wir gewappnet. Das Problem kam wieder aus einer anderen Richtung.

Die Ruhe vor dem Sturm

In der Nähe der Gletscher musste unser treues Kajak auch mal Eisbrecherqualitäten zeigen. Und das tut es auch klaglos. Dies ist übrigens der Grund, warum ich unsere Boote namens "Kodiak" von der Firma Prijon so sehr schätze. Damit braucht man sich wenigstens keine Sorgen zu machen, ob das Material hält. 5

Falks Hand hat gehalten oder er hat die Zähne zusammengebissen. Das weiß ich nicht so genau. Was ich aber genau weiß, ist, dass der Agostini Fjord auf alle Fälle hält, was man uns von ihm versprach.

On the boat again

Der Monte Sarmiento verabschiedete sich am Sonnabend bei unserer Rückkehr ins Hochlager mit einem fulminanten Schauspiel. Wie mit einem Riesenstaubsauger wurde diese Wolke von rechts nach links über den Gipfel gesogen. 9

Eigentlich wären wir jetzt frei, zu tun, was wir wollen, denn an den Berg zurückzukehren, würde sicher keinen Sinn machen. Die Ausstiegsseillänge auf den Gipfel wird weder morgen noch in einer Woche oder in einem Monat kletterbar sein.

Tödliches Risiko

Wir hatten sogar kurz überlegt, ob wir den zweiten Versuch wegen des Wetters nicht doch schon am nächsten Tag, also am Freitag starten sollten. Dann allerdings wären uns nur ganz wenige Stunden bis zum abermaligen Aufbruch geblieben. Aber als wir so an uns herunter geschaut haben, gaben wir diesen irrwitzigen Plan schnell wieder auf. 9

Nach unserem Gipfelversuch am Donnerstag brauchten wir einen Ruhetag, an dem wir unsere Wunden geleckt und versucht haben, unsere Enttäuschung zu verarbeiten. Und natürlich war dieser Freitag der Höhepunkt unserer Schönwetterphase.

Gipfelreif

Der Sarmiento von Südwesten. Der niedrigere Nordwestgipfel (links) ist in diesem Foto wolkenverhangen. Dafür ist rechts daneben der Hauptgipfel und unsere Wand sehr schön zu erkennen. 5

Ein Jahrhundert-Wetterfenster sollte es werden. Geworden sind es zwei halbwegs gute und ein sehr guter Tag. Wahrscheinlich muss man drei solcher Tage hier tatsächlich so nennen.

Nah dran

Mein neuer Platz am höchsten Punkt unserer Düne. Meine hölzerne Balustrade soll mich vor Wind und Wellen schützen. Hoffentlich ist das nicht ein wenig zu viel verlangt. Ach, und der Regen geht gerade in Schnee über... 9

Es gibt Dinge im Leben, die erlebt man zum ersten Mal und wünscht sich anschließend sehr, dass sie sich bis an das Lebensende nie wiederholen.

Diva

Eine Stunde halbwegs freie Sicht auf den Sarmiento in sechs Tagen! Dieser Berg macht sich in buchstäblich jeder Beziehung rar. Rechts, leider zum Teil von einer Wolke verdeckt, unsere Wand, welche zum höchsten Punkt, dem Südostgipfel führt. 5

Die ersehnte Freude über das Ende des Regens währte nur kurz. Genau genommen einen Tag lang. Den ersten und einzigen ohne Regen seit unserer Ankunft am 4. Januar in unserem Basislager im Lovisatotal.

Erlebnisdichte

Ein Überblick auf unser Basislager. Eigentlich ist es wunderschön gelegen und nur ein paar Meter von bestem Wasser entfernt. Doch leider gibt es hier kein trockenes Fleckchen. 2

Auf Feuerland am Monte Sarmiento zu sein, hat womöglich sogar etwas künstlerisches. Die Kunst besteht darin, allem, selbst den widrigsten Umständen, noch etwas Gutes abzugewinnen.

Basislager aufgeschlagen

Unser Basislager am Eingang des Lovisatotales, etwa 50 m vom Ufer des Magdalenakanals entfernt, liegt einigermaßen windgeschützt hinter einer Art Düne. Allerdings ist der Untergrund sehr nass. 3

Eigentlich wäre jeden Tag eine Fünf-Seiten-News fällig, wollte ich all das Erlebte aufschreiben. Und genau diese Tatsache bringt die Faszination einer solchen Reise auf den Punkt. Die Erlebnisdichte ist atemberaubend.

Magellanstraße

Unser erstes Biwak am Startpunkt der Kajaktour. Ein schöner Platz keine drei Meter vom Ufer entfernt. 6

Die erste Etappe auf dem Weg zum Monte Sarmiento liegt hinter uns. Und es war irgendwie anders als erwartet.

Aufbruch

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Heute Abend geht es tatsächlich so richtig los. Wir fahren mit dem Auto und unseren Kajaks noch ein Stück auf der Straße in Richtung Süden und schlagen dann am Straßenende unsere Zelte auf. Hier werden wir auf das Begleitboot warten, welches spätestens am Morgen des dritten Januar dort eintreffen soll bzw. wird 😉

Aufgeschmissen

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Das wären wir wirklich, wenn wir Sebastian und Cristian nicht hätten. Ohne profunde Spanischkenntnisse und ohne sich in die Mentalität der Leute hier einfühlen zu können, wären wir vollkommen chancenlos, den Behördenwust zu stemmen. Und so können wir uns sehr glücklich schätzen, diese beiden Jungs überhaupt auf unserer Seite zu wissen. 

Gestartet

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Wer öfter so unterwegs ist wie ich, kennt diese Aufgeregtheiten beim Fliegen: Wenn man zum Beispiel mit viel mehr Gepäck als erlaubt einchecken muss und sich auf die endlosen Diskussionen mit der Dame hinter dem Schalter vorbereitet. Oder wenn man sich vor der Handgepäckkontrolle fürchtet, weil man 20 Kilo Technik dabei hat.

Boat 2 Berg

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Als Weihnachtsüberbrückung sozusagen bis Falk und ich in drei Tagen nach Feuerland aufbrechen, das große Interview für das Kanu Magazin, Europas größtes Magazin für Paddler. Geführt hat dieses Gespräch Falk Bruder. Er ist seit vielen Jahren Redakteur für diese Zeitschrift und einer der kompetentesten Ansprechpartner in Deutschland, wenn es um das Thema Wasserwandern und seine verschiedenen Facetten geht. 

Armada

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Normal ist das nicht. Soviel steht fest. Und schon gar nicht heutzutage. Ralf Gantzhorn ist DER Monte-Sarmiento-Experte auf diesem Planeten. Keiner war so oft dort wie er. Niemand kennt sich an diesem Berg auch nur annähernd so gut aus. Jeden Stein hat er an diesem unglaublichen Gipfel umgedreht. Und deshalb hätte er allen Grund, sein Wissen für sich zu behalten, weil er sich quasi ein Anrecht auf den Gipfel dieses Berges erarbeitet hat. Ich hätte mich jedenfalls nicht gewundert, sähe er das so. 

Interviews

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Ich weiss nicht, wie viele es in den vergangenen 25 Jahren gewesen sind. Es müssen hunderte sein. Offensichtlich finden es eine Menge Leute interessant, wie so ein freiberufliches Abenteuerleben überhaupt funktionieren und was man dabei alles sehen und erleben kann. Doch auch ich finde Interviews spannend: Oft genug werde ich gezwungen, über Fragen nachzudenken, die ich mir selber so niemals stellen würde.

Feuerland

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Schon seit mehr als 14 Monaten war Ferdinand Magellan (1480-1521) mit seiner kleinen Flotte unterwegs, als er am 21. Oktober 1520 weit im Süden des südamerikanischen Kontinents eine Landzunge umschiffte. Vielleicht nannte er diese Stelle deshalb Kap der Jungfrauen (Kap Virgenes). Nach Westen öffnete sich eine 30 Kilometer breite Einfahrt, die er erkunden ließ.

Neue Abenteuer

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Menschen ganz allgemein hassen es, all ihres Komforts beraubt zu sein. Immer mehr davon anzuhäufen, ist sogar einer ihrer stärksten Antriebe. Denn ohne ihn ist alles anstrengend, schwierig und unbequem, schon ganz und gar wenn wir ziemlich komfortlos in einer rauen und unbarmherzigen Umwelt bestehen müssen. Aber genau das ist sozusagen die Grundvoraussetzung für ein Abenteuer.