Kategorie: Expeditionen

Ritt auf der Rüttelmaschine

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30 Stunden für 720 Kilometer. Gott sei Dank in einem für pakistanische Verhältnisse doch recht komfortablen Bus. Richtiger gesagt in zwei Bussen! Redundanz sozusagen. Wenn einer kaputt gegangen wäre, hätten wir weitergekonnt.

Gepäckpoker

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Es war im Frühsommer 1989. Mauerfall, Wende, Wiedervereinigung waren Vokabeln, die ich zu der Zeit noch nie gehört hatte. Deshalb war diese erste große Reise nach Tadschikistan ins Fan-Gebirge zum Pik Energie auch so ein großes Abenteuer für mich. Reisen waren wir aus dem Osten nicht gewohnt, ganz im Gegenteil.

Ein Bild geht um die Welt

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Ein einziges Bild bewirkt mehr als 1000 Worte. Und ich war wirklich überrascht, wie oft ich darauf angesprochen wurde und vor allem, was man dazu zu sagen hatte. Und ich habe mich darüber gefreut. Denn offensichtlich geht es schneller als ich annahm. Am 24. Oktober vergangenen Jahres veröffentlichte ich den bisher mit Abstand meistgelesenen Artikel von den knapp 600, die ich in den letzten 20 Jahren hier eingestellt habe. Zigtausend Leute haben ihn überraschenderweise gelesen.

Welche Sehnsucht?

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Drei Wochen ist es her, seit ich aus Nepal zurück bin. Seitdem rast die Zeit wieder. Aber diesmal mit besonderer Geschwindigkeit. Nicht nur, dass in diesen drei Wochen drei Kletterevents im Elbsandstein mal eben 9 von den 21 Tagen in Anspruch nahmen. Unter anderen das Kennenlernwochenende mit unseren Pakistangästen und ein sehr effektives, individuelles Kletter-Coaching mit Alex und Maciej.

Pech gehabt

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Ich verrate es gleich vorweg. Wir sind in Gangotri nicht wegen der Satellitentelefonbenutzung verhaftet worden und hatten auf dem endlosen Rückweg im Bus nach Neu Delhi weder einen Unfall noch eine Panne. Die Überschrift dieses letzten Blogbeitrages zu unserer nun schon seit ein paar Tagen zu Ende gegangenen Reise zum Shivling hat also nichts mit Unglück zu tun. 

Jacob: Viele kleine Steine

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die Wortmeldung von Jacob Andreas …machen bekanntlich einen Haufen Dreck. Oder aber fügen sich auf verrückte Weise zu einem wunderbaren Abenteuer zusammen. So ähnlich will ich es auch auf dieser Reise verstehen, wo alles wirklich fast ausnahmslos wie am Schnürchen klappte. Expedition vorbereitet – Expedition durchgeführt – Gipfelerfolg – Fertig.

Die Tage danach

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Der Gipfel ist nicht das Ende einer Expedition. Und dieser schon gar nicht. Ich bin diesbezüglich ziemlich sensibel. Das Ziel ist erreicht. Wir sind in Feierlaune, was soll jetzt noch passieren?

Boys auf Berg

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Um drei Uhr klingelt der Wecker. Aber die Nacht war natürlich schon viel eher zu Ende. Ich habe mich bestimmt zwei Stunden vorher schlaflos in meinem Daunensack herum gewälzt und auf das Klingeln gewartet.

Heißes Eis(en)

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Das Lager 2 liegt auf knapp 5700 m. Da kommt es öfter vor als einem lieb ist, dass es mit dem Schlafen nicht besonders gut klappt. Und während man sich dann so in seinem Schlafsack hin und her wälzt, hat man viel Zeit zum Nachdenken.

Lager 2

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Es klingt womöglich seltsam. Unser Basecamp ist seit vorgestern das 1000 Höhenmeter unter dem Gipfel des Shivling gelegene zweite Hochlager. Eine Menge Schlepperei war dazu nötig. Doch nun stehen wir tatsächlich in den Startlöchern.

Die Spannung steigt

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Ich will ja nicht meckern. Ganz im Gegenteil! Aber eines steht fest. Gutes Wetter setzt uns hier gerade mächtig unter Druck. Denn das Wetter ist sogar geradezu perfekt und das nun schon seit sechs Tagen!

Monsun

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Damit haben wir nicht gerechnet. In den vielen Jahren, die ich den Himalaya durchstreife, kam Regen immer nur sporadisch vor. Mal abgesehen von der Tour zum Mera Peak 2015. Doch Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel.

Zurück zur Natur

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Ich bin fasziniert. Und immer wenn das so ist, dann sage ich das auch andauernd. Sven und Jacob können es bestimmt nicht mehr hören.

Der Große Ganges

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Auf unserem Weg in die Berge besuchten wir eine Zeremonie in Rishikesh am Ufer des Ganges. Männer schwangen zu Ehren Shivas beeindruckende Feuertöpfe, sangen und produzierten eine Menge Rauch.

Bereit zu Aufbruch

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Ich bin ein Lyrikfan. Schon immer hat mich fasziniert, wie wenig Raum auf einem Stück Papier nötig ist, um einprägsame Bilder im Kopf eines Lesers lebendig werden zu lassen. Rilke und Hesse sind Großmeister in dieser Disziplin. Und an ein Gedicht von Hesse fühle ich mich gerade ganz besonders erinnert:

Zu langsam!

Der Nirekha heute morgen. Und davor ganz links unten wir kleine Menschlein. Warum wollen so kleine und so verletzliche Wesen auf so hohe Berge? 14

Versprechen muss man halten. Aber so rasch wollte ich das eigentlich nicht tun. Wir sind heute Nacht auf die Minute pünktlich um 4.00 Uhr zum Gipfel aufgebrochen.

Versichert

Ein großartiger Tag war das vorgestern, als wir zu fünft auf den Col marschiert sind und dort unser Depot angelegt haben. Solche Bergtage, an denen alles passt, brennen sich für immer ins Gedächtnis. Warum sich das so anfühlt, kann man oft gar nicht recht sagen. 13

Pläne sind auch dazu da, geändert zu werden. Überhaupt sind die Unwägbarkeiten, also die sich ständig ändernden äußeren Bedingungen, der charakteristischste Aspekt von Unternehmungen in den Bergen.

Große Erwartungen

Die Gipfelstürmer bei bestem Wetter auf dem Gokyo Ri mit Everest im Hintergrund. Leider fehlen Carla und Gunter auf diesem Foto, weil sie erst deutlich später am höchsten Punkt eintrafen. Da waren die anderen schon wieder im Abstieg. Es ist einfach zu kalt dort oben, um lange zu warten. 22

Einer der aufregendsten und manchmal auch traurigsten Aspekte bei der Begleitung von Gästen an einen Berg ist der Augenblick, wenn Erwartungen auf Wirklichkeit treffen. Heute war es wieder soweit. Doch eins nach dem anderen.

Gegen die Norm

Es war heute das, was man einen Traumtag nennt. Gestern Abend hatte es geschneit, heute morgen erstrahlte die grandiose, frisch verschneite Bergwelt rings um uns in glasklarer Luft. 12

Unsere erste Etappe von Namche in Richung Gokyo Alm und Cho Oyu führte nach Mong La. Keine lange Strecke, deshalb waren wir schon um die Mittagszeit am Ziel. Es gab Tee und Rara Noodle Soup. Das Wetter war leider nicht ganz so berauschend.

Nachgeschaut

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Nach fast 38 Stunden Flug und Bahnfahrt sind wir nun wieder wohlbehalten in der Heimat angekommen. Feuerland ist wohl tatsächlich so weit weg, wie es sich für mich immer angehört hat. Und man fühlt sich nach diesen fast 15000 Flug- und Bahnkilometern auch sehr weit gereist.

Nachlese: Falks Blickwinkel

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Es hat schon ein wenig Tradition, dass gegen Ende der Unternehmung Olafs Partner der Reise ein paar Gedanken und vielleicht die ein oder andere Episode zum Gesamtwerk beiträgt. Dieser Zeitpunkt ist nun gekommen.

Ein großes Abenteuer

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Die Zivilisation hat uns unversehrt zurück. Wir sind vor wenigen Stunden wieder in Punta Arenas eingetroffen.  Die erste Dusche nach 26 Tagen tat schon sehr gut. Das erste alkoholische Getränk auch. Es geht also ans Resümee ziehen.

Vom Winde verweht

Hier sieht man deutlich die höchste Flutlinie vor unserem Lager. Jetzt gibt es eine neue. 3

Wurden wir nicht. Er war halb so schlimm mit dem Sturm, und wir hatten uns ja vorbereitet. Auch für den Regen waren wir gewappnet. Das Problem kam wieder aus einer anderen Richtung.

Die Ruhe vor dem Sturm

In der Nähe der Gletscher musste unser treues Kajak auch mal Eisbrecherqualitäten zeigen. Und das tut es auch klaglos. Dies ist übrigens der Grund, warum ich unsere Boote namens "Kodiak" von der Firma Prijon so sehr schätze. Damit braucht man sich wenigstens keine Sorgen zu machen, ob das Material hält. 5

Falks Hand hat gehalten oder er hat die Zähne zusammengebissen. Das weiß ich nicht so genau. Was ich aber genau weiß, ist, dass der Agostini Fjord auf alle Fälle hält, was man uns von ihm versprach.

On the boat again

Der Monte Sarmiento verabschiedete sich am Sonnabend bei unserer Rückkehr ins Hochlager mit einem fulminanten Schauspiel. Wie mit einem Riesenstaubsauger wurde diese Wolke von rechts nach links über den Gipfel gesogen. 9

Eigentlich wären wir jetzt frei, zu tun, was wir wollen, denn an den Berg zurückzukehren, würde sicher keinen Sinn machen. Die Ausstiegsseillänge auf den Gipfel wird weder morgen noch in einer Woche oder in einem Monat kletterbar sein.