Kategorie: Expeditionen

Spaßfaktor

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Heute ist ein ausführlicher Artikel in der Leipziger Volkszeitung über meine diesjährige Reise zum Hidden Peak erschienen, über den ich mich sehr gefreut habe. André Böhmer, stellvertretender Chefredakteur der LVZ und Autor dieses Artikels, hat bewundernswert einfühlsam zusammengefasst, was mich vor und während dieser langen und fordernden Tour umgetrieben hat. Doch nachdem ich den Text gelesen hatte, musste ich darüber nachdenken, wie er auf einen berginteressierten Nichtbergsteiger wirken muss.

Soll und Haben

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Die Geschichte dieses denkwürdigen Freitags, der Tag also an dem aus einem stolzen Start zum Gipfel ein überstürzter Rückzug wurde, ist rasch erzählt. Für mich war die Bergung unseres Hochlagers am Laila der anstrengendste Tag der gesamten Unternehmung, anstrengender sogar als der Gipfeltag am Hidden Peak.

Wettersturz!

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Die Abhängigkeit vom Wetter ist sicher das augenfälligste Charakteristikum beim Klettern vor allem an großen Bergen. Hier können wir eben nicht am Vormittag noch fix in eine Route einsteigen, wenn am Nachmittag Regen angesagt ist. Bei meinen drei vorangegangenen Reisen ins Karakorum habe ich die Erfahrung gemacht, dass wechselhaftes Wetter hier eher die Regel und deshalb eine zuverlässige Prognose Gold wert ist.

Stein des Anstoßes

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Laila war der Legende nach wunderschön. Der Laila Peak ist es auch. Aber vor allem ist er unnahbar, schwierig und tatsächlich auch gefährlich, zumindest, wenn man so spät bei ihr dran ist, wie wir gerade. Der Laila Peak ist also tatsächlich ein Mädchen. All das wissen wir nun schon nach unserem ersten Aufenthalt weit oben am Berg.

Auftrieb

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Das werde ich nicht mehr los. Irgendwann wird mich das noch umbringen. Wochen- und monatelang beschäftige ich mich mit einem Berg, schaue Bilder von ihm an, lese noch recht unemotional Berichte von anderen Bergsteigern. Aber ist es dann soweit, und er ragt plötzlich leibhaftig vor mir auf, macht sich gefährliche Euphorie breit.

Zwischendestillat

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Die erste Hoffnung, dass es hier um Alkohol gehen wird muss ich leider gleich im Keim ersticken. Nein. Wir sind immer noch in Pakistan und nach wie vor trocken wie die Wüste Gobi. Unsere Destillation wird sich auf einer anderen Ebene abspielen, beschreibt sie doch die Reinigung und Trennung verschiedener Stoffe. Schauen wir doch mal was übrig bleibt…

Schätzen lernen

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Wir sind heute in Skardu angekommen. Wir haben Cola getrunken und eine unfassbar leckere Zuckermelone gegessen. Wir haben uns geduscht, frische Wäsche angezogen und riechen wieder richtig gut. Wir schlafen in einem Bett. Wir bekommen keinen Durchfall mehr. Wir sind 3000 Höhenmeter abgestiegen und fühlen uns fast wie neugeboren. Und wir sehen auch so aus, also ich mindestens zehn Jahre jünger als noch vor einer Woche.

Déjà-vu

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Bevor ich über Hochlager, die auf ihre Heimholung warteten, Träger, Pässe und den Berg mit dem berühmten Hundenamen berichte, brennt mir etwas anderes unter den Nägeln.

Aller guten Dinge

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Wir wollten uns mit dem ganz großen Berg messen und heil wieder herunter kommen. Das haben wir getan. Uns dreien geht es gut, wir sind heute vom Lager 2 kommend wieder im Basislager eingetroffen.

Zeit fürs Denken

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Das Wetter (was sonst?) und die daraus resultierende Entscheidungsnot beschäftigen uns gerade. Alle kommen vom Berg herunter und wir gehen nicht rauf. Das Wetter soll nun doch schlecht werden zumindest bis Mitte der Woche. Eigentlich sollte es heute Nacht schon umschlagen!

Mein Alptraum

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Alpträume sind hoffentlich nicht dazu da, in Erfüllung zu gehen. Aber wozu sind sie dann da? Vielleicht eine Starallüre unseres Gehirns? Will es uns ängstigen, nur so aus Spaß? Uns aufwecken, schweißgebadet? Oder will es uns vor irgendetwas warnen?

Aufgeholt

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Dabei fing es gar nicht gut an. Am zweiten Ruhetag, an dem ich mich ja irgendwie für den zweiten Aufstieg ins Lager 1 fit machen wollte, meldete sich zu allem Überfluss nun auch noch Sven krank.

Erlösung

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Fatalismus hatte sich bei mir breitgemacht. Wieder waren es die Nachrichten, die uns erreichten. Immer mehr Lasten stauten sich eine Tagesetappe vor Concordia, weil die Maultiere Concordia und die großen Basislager von K2, Broad Peak und den Gasherbrum nicht erreichen konnten.

Frohe Botschaft

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Selten habe ich auf eine Nachricht sehnlicher gewartet als auf die, welche mich heute morgen erreicht hat. Unsere Begleittrekkinggruppe ist heil und gesund wieder in Skardu eingetroffen. Das Wetter präsentierte sich auf dem Rückweg unserer Trekkinggäste eher durchwachsen. Sonne, Schnee, Regen alles war dabei. Aber das wussten wir hier oben natürlich auch. Das war ja ein Grund, weshalb ich jeden Tag beim morgendlichen Blick aus dem Zelt nach dem Wetter an meine Gäste gedacht habe.

Verzicht üben

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Alles auf dieser Reise war abgestimmt auf diesen Laila-Hidden-Peak-Gondogoro- Plan, der nun nichts weiter als Makulatur ist. Auch das Handling unserer Ausrüstungstonnen hier vor Ort war selbstverständlich darauf ausgerichtet.

Schall und Rauch

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Namen seien Schall und Rauch. Pläne sind es zuweilen auch, in den Bergen noch öfter als anderswo. Das mussten wir alle in den vergangenen Tagen ziemlich schmerzhaft erfahren.

Aller Anfang

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Die beiden ersten Trekking-Tage vergehen wie im Fluge! Ständig stolpere ich über Steine, weil ich irgendwelche Berge angaffe. Fehlt nur noch, dass mir jemand sagt, ich solle doch bitte mal den Mund zumachen.

Gottes Hand

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Eigentlich wollten wir ganz zeitig mit unseren Jeeps nach Askole starten. Aber irgendwie ging es einfach nicht los. Wir waren beunruhigt. Als wir nach dem Grund fragten, hieß es, die “Straße” sei unterbrochen. Und zwar gleich an vier Stellen

Erde an Satellit!

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Heute gibt es leider nur einen kleinen News-Beitrag der telefonisch übermittelt wurde. Die Verbindung aus den Bergen mit Hilfe des Satellitentelefons weigert sich momentan beharrlich zu funktionieren.

Ritt auf der Rüttelmaschine

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30 Stunden für 720 Kilometer. Gott sei Dank in einem für pakistanische Verhältnisse doch recht komfortablen Bus. Richtiger gesagt in zwei Bussen! Redundanz sozusagen. Wenn einer kaputt gegangen wäre, hätten wir weitergekonnt.

Gepäckpoker

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Es war im Frühsommer 1989. Mauerfall, Wende, Wiedervereinigung waren Vokabeln, die ich zu der Zeit noch nie gehört hatte. Deshalb war diese erste große Reise nach Tadschikistan ins Fan-Gebirge zum Pik Energie auch so ein großes Abenteuer für mich. Reisen waren wir aus dem Osten nicht gewohnt, ganz im Gegenteil.

Ein Bild geht um die Welt

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Ein einziges Bild bewirkt mehr als 1000 Worte. Und ich war wirklich überrascht, wie oft ich darauf angesprochen wurde und vor allem, was man dazu zu sagen hatte. Und ich habe mich darüber gefreut. Denn offensichtlich geht es schneller als ich annahm. Am 24. Oktober vergangenen Jahres veröffentlichte ich den bisher mit Abstand meistgelesenen Artikel von den knapp 600, die ich in den letzten 20 Jahren hier eingestellt habe. Zigtausend Leute haben ihn überraschenderweise gelesen.

Welche Sehnsucht?

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Drei Wochen ist es her, seit ich aus Nepal zurück bin. Seitdem rast die Zeit wieder. Aber diesmal mit besonderer Geschwindigkeit. Nicht nur, dass in diesen drei Wochen drei Kletterevents im Elbsandstein mal eben 9 von den 21 Tagen in Anspruch nahmen. Unter anderen das Kennenlernwochenende mit unseren Pakistangästen und ein sehr effektives, individuelles Kletter-Coaching mit Alex und Maciej.

Pech gehabt

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Ich verrate es gleich vorweg. Wir sind in Gangotri nicht wegen der Satellitentelefonbenutzung verhaftet worden und hatten auf dem endlosen Rückweg im Bus nach Neu Delhi weder einen Unfall noch eine Panne. Die Überschrift dieses letzten Blogbeitrages zu unserer nun schon seit ein paar Tagen zu Ende gegangenen Reise zum Shivling hat also nichts mit Unglück zu tun. 

Jacob: Viele kleine Steine

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die Wortmeldung von Jacob Andreas …machen bekanntlich einen Haufen Dreck. Oder aber fügen sich auf verrückte Weise zu einem wunderbaren Abenteuer zusammen. So ähnlich will ich es auch auf dieser Reise verstehen, wo alles wirklich fast ausnahmslos wie am Schnürchen klappte. Expedition vorbereitet – Expedition durchgeführt – Gipfelerfolg – Fertig.