Autor: Olaf Rieck

Alpentraining hochzwei

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Es gab eine ganze Reihe von Beschwerden! Wieso gibt es solange keine NEWS? Die Erklärung für das Versäumnis ist einfach. Ich war nicht im Lande und meine Satellitentelefon-Minuten sind aufgebraucht. Patagonien, Nepal und der Denali in Alaska haben für die letzten Wochen, die ich in der Fränkischen Schweiz und den Alpen verbracht habe, einfach nichts mehr übrig gelassen.

Ende gut?

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Es ist tatsächlich alles gut bei uns. Drei weitere Gäste haben den Gipfel erreicht, so dass wir jetzt eine Bilanz aufweisen können, die weit über dem langjährigen Durchschnitt liegt. Von den derzeit jährlich etwa 1000 Bergsteigern am Denali schaffen es nur etwa die Hälfte der Leute auch wirklich  auf den Gipfel. Ich hab die Statistiken gelesen. Die Zahl schwankt zwischen 45 und 55 %. Bei uns  standen 12 von 14 Teilnehmern am höchsten Punkt. Das sind fast 90 %!

Ein harter Brocken

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Das Richtige zu tun, bedeutet an einem großen Berg wie dem Mount Mc Kinley unter anderem auch, starke Entscheidungen zu treffen und dann entschlossen danach zu handeln. Gelegenheiten müssen ergriffen werden, weil sich oft keine zweite bietet. Die Kunst dabei ist, nicht blind zu werden für die Realitäten.

Was tun?

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Das Wetter am Berg ist ein Kapitel für sich. Das wichtigste womöglich! Und bei uns ist es nun wohl dauerhaft vorbei mit der stabilen Hochdruckwetterlage, welche uns die ersten sechs Tage verwöhnt hat. Allerdings ist der angekündigte Wettersturz ebenfalls fast gänzlich ausgeblieben. Nur geschneit hat es ein paar Zentimeter.

Ende der Herrlichkeit!

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Vorgestern haben wir vom Lager 3 aus etwa die Hälfte unseres Gepäcks in das fast 1000 m höher gelegene Lager 4 getragen und sind anschließend wieder in das Camp 3 zurück gekehrt. Das 4300 m hoch gelegene Lager 4 wird auch als Medical Camp bezeichnet. Hier haben die Ranger eine Art Krankenstation eingerichtet für alle die, die noch nichts von Akklimatisation gehört haben.

Denali

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Mit jedem Tag, den ich hier sein darf, beeindruckt mich der Denali mehr. Denali, so sein offizieller indianischer Name, bedeutet so viel wie der “Grosse”. Treffender Name! Nur im Herzen des Karakorum habe ich mehr Eis gesehen. Die Eismassen rings um uns sind wirklich phänomenal. Phänomenal sind allerdings auch die Mengen an Menschen, die diesen Berg besteigen wollen.

Strahlend!

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Anders kann man das Wetter hier kaum bezeichnen. Seit mittlerweile drei Tagen Sonnenschein bei strahlend blauem Himmel und glasklarer Luft. Doch alles Gute ist natürlich nicht beisammen, denn das bedeutet tagsüber brühtende Hitze, die kaum auszuhalten ist.

Unterschätzt

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Der Mount McKinley ist zweifellos etwas besonderes. Ich habe noch von keinem Berg gehört, auf welchem zwischen Basislager und Gipfel knapp 27 Kilometer liegen. Auch von einem Höhenunterschied von 4300 Metern, den man vom Basecamp zum höchsten Punkt auf 6193 Metern Höhe überwinden muss, ist mir an anderen Bergen nichts bekannt.

Talkeetna

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Es war gestern ein ziemlich hektischer Tag mit einem guten Ende. Wir mussten fast das gesamte Essen für 16 Tage am Berg und immerhin 14 Leute besorgen. Obwohl Sonntag haben wir unser Essen ohne Probleme bekommen. Allerdings ist es nicht immer einfach, die Wünsche und Vorlieben aller unter einen Hut zu bekommen.

Abflug

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Ich bin unterwegs. Wiedermal weg in diesem Jahr. Eigentlich hatte ich gedacht, mit der Zeit würde sich das mit dem Fernweh bessern. Ich wollte öfter daheim bleiben. Doch in diesem Jahr wird das wohl nichts. Erst im Januar bin ich aus Patagonien zurückgekommen. Anschliessend war ich vier Wochen in Nepal, und nun bin ich auf dem Weg nach Alaska.

Tour der Superlative

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Man sagt mir nach, dass ich zu Übertreibungen neige. Aber das stimmt natürlich nicht 🙂 Und was das folgende Angebot anbetrifft schon gar nicht. Für mich gibt es zwei Gebirgsregionen auf unserem Globus, die alle anderen übertreffen. In die eine, das Khumbu im Nordosten Nepals, führe ich schon seit über zehn Jahren Gäste. Und nun kann man auch die zweite Region gemeinsam mit mir und meinem Expeditionsteam kennenlernen.

Minus 73°C!

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Kaum zu glauben aber wahr. Denn das ist der bisherige Kälterekord am kältesten Berg der Welt, dem 6194 m hohen Mount McKinley in Alaska. Zwischen 1913 und 1923 arbeitete am McKinley eine automatische Wetterstation in 4570 Metern Höhe.  Der Messbereich des Gerätes reichte immerhin bis minus 70 Grad Celsius.

Es geht vorwärts

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Die Sache mit der Expedition 2012 zum Hidden Peak nimmt Gestalt an. Unser drittes Expeditionstreffen war sozusagen der Startschuss für die intensivere Phase der Vorbereitung. Mit der Agentur HUNZA GUIDES ist ein verlässlicher pakistanischer Partner gefunden. Es gibt ein Kernteam von vier Leuten, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie nur ihr eigenes Ableben von ihrem Weg zum Hidden Peak abbringen kann.

Verrückte Sachsen

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Im Oktober 2008 war ich im Bergell unterwegs. Erwin Kilchör, ein alter Bergführer, hatte mich eingeladen, mit ihm zu klettern. Die news damals hiess “Eine Kletterwoche der Superlative”. Es war wirklich eine tolle Zeit, die auf eine ganz spezielle Weise begann. Ich kannte Erwin nur von einigen Telefonaten, deshalb war ich schon etwas verwundert, als er mich auf eine ziemlich merkwürdige Art bei sich zu Hause begrüßte.

Hidden Peak

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Ab sofort beginnt der Aufbau der Expeditionsseite zu unserer Hidden Peak-Expedition, welche im nächsten Jahr stattfinden soll. Wie gewohnt wird diese Seite nun Schritt für Schritt mit Inhalt gefüllt. Es gibt interessante Informationen zum Berg, zur anvisierten Route und natürlich zum Team.

Nachtrag

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Die Augen zu verschliessen vor den Dingen, die um uns herum geschehen, nur weil es uns unangenehm ist oder uns womöglich sogar schadet, wie vielleicht in diesem speziellen Fall mir selbst, wäre einerseits kindisch, andererseits verantwortungslos. Ob man es nun sehen will oder es einfach ignoriert: Gerade im Himalaya sind die Folgen des Klimawandels, an dem ich keinen Augenblick zweifele, besonders deutlich sichtbar.

Das letzte Wort

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Soll Jens haben! Er möchte sich, natürlich auch stellvertretend für alle anderen Gäste, für die grosse Anteilnahme der fleissigen Kommentare-Schreiber bedanken. Ich tue das hiermit natürlich auch, denn ich hab mich riesig darüber gefreut.

Im Netz

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Die Handys klingeln wieder, das erste Internetcafe ist besucht, die Kommentare gelesen. Der Abstieg in den Alltag geht schnell. In nur drei Tagen sind wir vom Basislager nach Namche Basar hinunter gelaufen. Ich fühle mich jedesmal fast krank, wenn ich Abschied nehmen muss von den Bergen. In ihrem Kraftfeld fühle ich mich wohl. Und ich muss bald zurückkehren, das weiss ich.

Streichhölzer anzünden

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Wir bleiben nicht umsonst volle vier Tage im Basislager des Island Peaks. Nur dann ist es möglich, einen zweiten Versuch zu unternehmen und dazwischen auch noch einen Ruhetag machen zu können.

Für die Fans von Jens

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und für alle anderen Leser natürlich auch! Der Weckruf um halb zwei wurde von allen erhört. Das ist keineswegs immer selbstverständlich. Und pünktlich anderhalb Stunden später standen wir gestiefelt und gespornt abmarschbereit. Nur Matthias konnte leider nicht dabei sein. Er war gestern nach Chukhung abgestiegen, weil er sich nicht wohl fühlte.

Der große Tag!

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Ist schon morgen. Wir sind gestern im Basislager eingetroffen. Dieser erste Tag im Basecamp ist jedesmal etwas ganz besonderes. Morgens geht es mit dem Beladen der Yaks los. Wo kann man dieses Schauspiel schon mal erleben?

Starke Frauen

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Wir sind noch nicht im Basislager. Aber der heutige Tag ist auf alle Fälle auch eine Nachricht wert. Wir sind heute von Dingboche ins 4740 Meter hoch gelegene Chukhung aufgestiegen. Von hier aus soll es morgen ins Basislager gehen.

Zum Island Peak

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Es ist manchmal wirklich erstaunlich. Es stürmt und schneit wie verrückt, dass einem himmelangst werden könnte. Denn die Hänge, an denen der Weg zur Gokyo-Alm entlang führt, sind alle lawinengefährlich. Ist man oben, und es gibt langanhaltende starke Schneefälle, dann sitzt man in Gokyo fest.

Über 5000!

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Gar nichts haben meine Gäste gesagt. Alle haben diese lange Etappe von Mong La nach Machermo klaglos weggesteckt und dort auch einigermaßen gut geschlafen. Inzwischen sind wir im 4750 Meter hoch gelegenen Gokyo eingetroffen.

Mong

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Mong ist ein wunderschöner Platz, einer von meinen liebsten im Khumbu. Hier haben wir einen grossartigen Rundblick auf ein halbes Dutzend herrlicher Sechstausender. Dort sind wir heute eingetroffen und haben damit die 4000-Meter-Marke geknackt. Wir sind nun auf dem Weg in das 4700 Meter hoch gelegene Gokyo und beginnen jetzt die zweite Phase unserer Akklimatisation.