Nach Nepal

ist vor Nepal, so wie nun schon seit 19 Jahren. Und das ist gut so. Am vergangenen Wochenende waren meine Gäste für die kommende Nepaltour 2014 in Leipzig. Bis aus Salzburg kamen die zukünftigen Himalayareisenden. Und was das Beste war, fast alle konnten auch tatsächlich hier sein. So ein Einsatz ist natürlich ein gutes Zeichen und schon mal ein Traumstart für die neue Tour. Darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut.

Diesmal gab es auch eine Neuerung. Die ganzen Jahre konnte ich meine Nepalgäste immer in meiner Wohnung unterbringen. Doch in diesem Jahr war das beim besten Willen nicht mehr möglich, deshalb mussten diesmal Räumlichkeiten in einem Hotel angemietet werden. Die Zahl der Gäste, die mit mir unterwegs sein möchten, steigt von Jahr zu Jahr. Und auch das ist wirklich gut so. Obwohl ich nun meinen Plan, zukünftig nur noch eine Gruppe im Jahr zu führen, schnell wieder aufgeben musste.

Bei so einer ersten Zusammenkunft steht natürlich das gegenseitige Beschnuppern an erster Stelle. Was sind das für Leute, mit denen ich im nächsten Jahr vier Wochen lang jeden Tag zusammen sein und mir meinen Traum vom Himalaya verwirklichen werde? Und in zweiter Linie erarbeiten wir uns gemeinsam unsere Tour. Ich habe mich bisher noch nicht dazu durchringen können, es so wie alle zu machen. Ich biete eben keine fix und fertige Tour an, wo die Route von vornherein feststeht. Obgleich das natürlich vieles vereinfachen würde und ganz besonders das erste Treffen. So zeige ich Bilder, mache Vorschläge und versuche, möglichst vielen Wünschen gerecht zu werden.

Ausserdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass sehr häufig vor Ort in Nepal vieles ganz anders läuft, als erwartet. Und eigentlich ist das ja auch gut so. Denn wer möchte schon eine abenteuerliche Trekkingtour in Nepal machen, wo vorher schon alles haarklein programmierbar ist. Wir haben uns die Berge noch immer nicht untertan machen können. Deshalb müssen wir uns auf das Unerwartete einstellen. Gerade bei meiner diesjährigen Khumbu-Tour hat sich wieder gezeigt, dass die Fähigkeit, flexibel auf die äusseren Bedingungen oder eben auf Probleme bei den Gästen reagieren zu können, extrem wichtig ist.

Ausserdem werden bei einem solchen Treffen Termine gemacht. Auch nicht einfach! Aber ich halte die Kennenlernwochenenden in der Sächsischen Schweiz und die Trainings in den Alpen für meine Sechstausenderaspiranten für absolut unverzichtbar. Es ist eine wichtige Gelegenheit, sich selbst, die Mitstreiter, aber auch mich zu testen und sich auf die anderen Teilnehmer einzustellen. Ich bin überzeugt, dass es wegen dieser Möglichkeit viel weniger Probleme innerhalb meiner Gruppen gibt.

Vielen Dank noch mal an Euch, dass Ihr alle die teilweise enorm weiten Wege auf Euch genommen und auch noch das Champions League Finale verpasst habt.

1 Antwort

  1. Thomas Schmidt sagt:

    Echt super,
    Besser kann man so ein Unternehmen nicht angehen: Gemeinsam Vorschläge entwickeln und eben kein Standard-Programm…
    Bin jetzt grad schon ein wenig neidisch aber gönne es allen von Herzen !!

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