Best-of

Er nimmt Gestalt an. Zumindest der Plan für die Auftaktveranstaltung zum Jubiläumsjahr 2014. Auch was den Chamlang anbetrifft, gibt es eine Entscheidung. Doch zuerst ein kurzer Rückblick auf die vergangenen Tage. In diesem Sommer war ich doch tatsächlich gleich drei Mal zum Training mit meinen Nepalgästen in den Alpen. Und das dritte und letzte Mal ist es wert, besonders erwähnt zu werden.

Es ist ganz und gar keine Selbstverständlichkeit, dass es sich Gäste schwer mit ihrer Entscheidung machen, eine Besteigung eines Sechstausenders im Himalaya zu versuchen oder eben darauf zu verzichten, weil eine solche Herausforderung vielleicht doch eine Nummer zu groß für sie ist. Was also ist zu tun? Das haben sich Imke, Ute, Stephan und Markus wohl gefragt.

Üben, üben, üben: Knoten, Aufstieg mit Jümar und Prusik am Seil, Spaltenbergung. Am Abend Trocken-training im Seminarraum des großartigen Taschachhauses und am Tag auf dem Gletscher.

Nach unserem ersten Alpentraining am Taschachgletscher muss es eine intensive Diskussion bei ihnen gegeben haben. Melden wir uns für den Sechstausender an oder lieber doch nicht? Die vier konnten sich nicht entscheiden. Man brauchte noch mehr Erfahrungen in den Bergen vor allem auch mit sich selbst, bevor diese Entscheidung fallen konnte. Also beschlossen sie, noch ein zweites Vorbereitungstraining im Pitztal zu nutzen, um diese Erfahrungen zu sammeln.

Die Wildspitze mit ihren 3740 m ist ein nahezu idealer Tummelplatz für jeden, der sich gern einmal im Eis ausprobieren möchte. Sogar steile Eiswände sind hier das ganze Jahr über zu haben. Doch auch wenn sie sich als gutmütiger Berg präsentiert, die Spaltengefahr insbesondere beim Aufstieg über den Taschachgletscher ist nicht zu unterschätzen.

Man hatte ganz klare Vorstellungen, was auf diesem zweiten Training auf dem Programm stehen sollte: Das nochmalige Üben der wichtigen Knoten, die Wiederholung der Selbstrettungstechniken mit Jümar und Prusik, die Spaltenbergung, das Fallen auf steilen Firnfeldern und dann als Höhepunkt eine richtige Bergtour auf die Wildspitze mit allem drum und dran.

All das haben wir auch machen können, obwohl das im Vorfeld gar nicht klar war, denn die Wettervorhersage klang alles andere als ermutigend. Doch was für eine seltene Überraschung! Das Wetter präsentierte sich deutlich besser als vorhergesagt.

In der Nacht gab es Neuschnee, doch am nächsten Tag strahlendes Wetter und beste Verhältnisse für unsere Übungseinheiten.

Warum ich das hier so dezidiert erwähne? Weil ich es großartig finde, wenn sich Gäste eben nicht von Anbietern verleiten lassen, die behaupten, buchstäblich alle auf jeden Berg ihrer Träume bringen zu können.

Gerade vor wenigen Tagen hatte ich wieder so einen Fall. Ein junger Mann mit Himalayambitionen hatte meine Homepage im Internet gefunden und nahm Kontakt mit mir auf. Er erzählte in dem langen Telefonat, dass eine Agentur, bei der er angefragt hatte, ihm sogar den Everest anbieten wollte, und das obwohl er sehr deutlich angab, ein blutiger Laie in Sachen Bergsteigen zu sein.

Was soll man dazu sagen? Ich jedenfalls freue mich über jeden, der keine Anstrengung scheut und sich verantwortungsvoll und mit dem nötigen Respekt seinem Traum vom großen Berg im Himalaya nähert.

Meine Träume allerdings für eine Jubiläumsexpedition im kommenden Jahr zerplatzen einer nach dem anderen. Auch die Besteigung des Chamlang wird es zumindest in der von mir favorisierten Konstellation nicht geben. Die Anfrager haben plötzlich doch ganz andere Pläne für 2014.

Was lerne ich daraus? Erstens dass ich in den letzten Jahren ganz offensichtlich viel Glück mit meinen Partnern hatte. Ich denke da vor allem an Georg, Fabian und Christoph. Zweierteams mit starken und erfahrenen Partnern, die sich 110-prozentig mit dem gemeinsamen Ziel identifizieren, sind in jeder Hinsicht am ehesten erfolgversprechend. Und zweitens, dass ich diese Partner für meine Projekte finden muss und nicht umgekehrt. Denn nur so weiss ich, dass diese auch umgesetzt werden.

Gute Nachrichten gibt es hinsichtlich meiner der Auftaktveranstaltung zum Jubiläumsjahr 2014: 25, 20, 15. Es wird am 27. und 28. Dezember 2013 eine Best-of 15 Jahre Expeditionsvorträge geben. Die Auswahl der drei Vorträge, die ich zeigen werde, treffe aber nicht ich sondern Sie: Die News-Leser, meine Nepalgäste, die nun schon über 2500 Fans meiner Facebookseite, meine Vortragsbesucher.

An dieser Stelle hier kann man schon anhand der Plakate seine Auswahl treffen, oder besser noch auf meiner Vortragsseite, weil dort eine Kurzcharakteristik der einzelnen Präsentationen bei der Auswahl hilft: www.olafrieck.de/vortraege/oeffentliche-vortraege/

Wenn man seine Wahl getroffen hat, dann einfach eine Mail mit dem Vortragstitel an mich oder mein Veranstaltungsmanagment (info@pikander.de) schreiben. Aber bitte geben Sie Namen und Adresse mit an, weil wir an fünf Einsender je zwei Freikarten und den neuen Kalender für 2014 “Kinder Nepals” verlosen wollen.

Auf dieser Veranstaltung wird es neben den Vorträgen eine kleine, professionell moderierte Talkshow mit prominenten Freunden und Wegbegleitern geben. Meine Idee ist es, den Zuhörern die Gelegenheit zu geben, einerseits Freunde von mir hautnah kennenzulernen und Geschichten zu hören, die sie über mich bzw. uns erzählen können. Andererseits möchte ich die Gelegenheit wahrnehmen, mich auf eine ganz eigene Art bei ihnen zu bedanken.

Und da freue ich mich besonders, dass alle, die ich gefragt habe, sofort ihre Zusage gaben. So werde ich den ehemaligen Oberbürgermeister Leipzigs und Bundesverkehrsminister a.D. Wolfgang Tiefensee begrüßen können, dann meinen langjährigen Freund und Kommilitonen Prof. Dr. Jörg Junhold, den Direktor des Zoo Leipzig, weiterhin den stellvertretenden Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung, André Böhmer, Rando Steinbach, den Geschäftsführer vom Bergsportausrüster tapir, meines treuesten Sponsors. Ausserdem werde ich auch noch meinen ehemaligen Chef anfragen, bei dem ich 13 Jahre lang studiert, promoviert und assistiert habe. Er kann womöglich die meisten netten Geschichten in der Runde beitragen.

Bleibt mir nur noch, einen passenden Rahmen für diese Veranstaltung zu finden, denn eine feste Zusage von unserem Wunschort haben wir leider noch nicht.

Was ich aber habe, sind die festen Zusagen für die beiden noch im September stattfinden-den Kennenlernwochenenden von fast allen meinen Gästen der Nepaltouren im Februar und März des kommenden Jahres. Darüber freue ich mich ebenfalls ganz besonders. Das zeigt mir nämlich, dass ich mit diesen Veranstaltungen immer noch auf dem richtigen Weg bin. Bilder und Begebenheiten für die nächste news sind also garantiert.

 

10 Antworten

  1. Thomas Schmidt sagt:

    Hallo Olaf,
    Das macht echt Vorfreude !!!
    Toll, dass du deine Clienten so gut vorbereitest: ich habe mich an die 6000er auch ganz allmählich rangetastet und meine das ist am besten so – nix ist selbstverständlich und der Respekt vor den Göttern dort oben gehört einfach dazu 🙂

    • Olaf sagt:

      Hallo Christian, was meinst Du mit “nicht mehr finden lässt”? Ich dachte immer, ich sei zumindest im Netz ziemlich gut zu finden. Gruss Olaf

      • Christian sagt:

        Bezogen auf die Partnersuche. Da solltest du dich in Zukunft auch noch finden lassen. Es gibt einige Menschen mit einer Menge Ambitionen, die froh wären, wenn sich Menschen, wie z.B. du, deren Ambitionen annehmen. Und die suchen auch oft, um zu finden. Das hörte sich jetzt an, als würdest du nur noch aus deinem engen Umfeld, Partner suchen wollen.

        • Christian sagt:

          P.S.: (…nur so nebenbei) Kennst du den Ratna Chuli? Auf den hätte ich einmal Lust.

          • Olaf sagt:

            Hallo Christian, nun habe ich verstanden und bin auch beruhigt, denn natürlich kann mich jeder in Deinem Sinne finden. Doch es reicht eben nicht, sich selbst für ein Projekt zu begeistern. Man muss ihm auch gewachsen sein und vor allem andere dafür ebenfalls begeistern können, die wiederum genauso diesem Projekt gewachsen sind. Und dann müssen alle Beteiligten auch noch die nötige Zeit und natürlich fast immer einen Haufen Kleingeld im Portemonnaie haben. Eine seltene Kombination! Und bei mir läuft auch noch die Zeit davon.
            Den Ratna Chuli kenne ich nicht. Ich habe mich gerade mit Jannu und Chamlang beschäftigt.
            Kennst Du die? Gruss Olaf

          • Christian sagt:

            Hallo Olaf,
            da hast du Recht. Es passen oft nur wenige Faktoren, wenn man jemanden sucht. Für mich z.B. wäre es aber sehr gut, endlich einmal jemanden zu finden, der mich weiterbringt. Dabei suche ich genau diesen Unterschied. Die Schwierigkeit ist da eher, ein Projekt zu finden, dass beide erfüllt.
            Ich kannte die beiden Berge nicht, habe sie mir aber einmal angeschaut. Wahnsinnig tolle Berge. Aber für den Jannu fehlen mir die technischen Erfahrungen, schätze ich. Über den Chamlang findet man wenig. Solche Berge besteigen zu können…dafür schufte ich eben noch 🙂 Hoffentlich mit Erfolg!

          • Thomas Schmidt sagt:

            Hey ihr beiden, dafür dass ihr bei meinem Kommentar so viel schreibt, darf ich nun auch noch was sagen 😀
            Wie Olaf weiß, habe ich da auch so ein “Projekt” und hoffe auch noch Leute, bei denen die Faktoren passen, zu finden…
            Also Christian: schreib mir doch mal PN (etipschmidt@web.de) und vielleicht können wir uns ja finden, wenn’s passt 😉
            Viele Grüße, Thomas

  2. Christian sagt:

    Wenn du dich jetzt für alle Zeit nicht mehr finden lässt, dann wäre das für den ein oder anderen, der auch sein “Glück” sucht, das größte Pech 😉

  3. Oliver sagt:

    Vorfreude…schönste Freude!
    Vorfreude auf das Elbsandsteingebirge, Vorfreude auf deinen Vortragmix und Vorfreude auf die Tour im Februar…und dann noch in Deinem Jubiläumsjahr!
    Beste Grüsse in den Norden!

  4. Lieber Olaf, ich freue mich auf 28. und 29.12.2013. Mein Wunsch: Zeige mal etwas von Deinen großartigen Felstouren in Europa und Südamerika. Ein herzlicher Gruß von Erhard, der auch auf Deinen Spuren in Ailefroide gegengen ist.

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