Jährliches Archiv: 2013

Kathmandu

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Ich bin ein Herdentier. Es ist also nicht so, dass ich froh bin, nun endlich allein zu sein, und machen zu können, was ich will. Es wird ganz oft in den nächsten Tagen passieren, dass ich mich umsonst nach Euch umsehe, oder mit dem Frühstück vergeblich auf Euch warte. Mit anderen Worten, ich werde Euch vermissen.

Lukla

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Vielleicht sind es sogar ein bisschen viel Gedanken, die ich mir mache. Aber auf der anderen Seite ist die Verantwortung auch ziemlich groß. Und damit meine ich im Moment gar nicht die um Leib und Leben meiner Gäste. Die ist selbstverständlich und kommt sozusagen noch dazu. Nein, ich meine die Verantwortung den Lebensträumen gegenüber, die erfüllt werden wollen, gegenüber den hohen Erwartungen, die meine Gäste haben, wenn sie mit mir hierher kommen.

Wiedervereinigung

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Endlich! Nach 12 ereignisreichen Tagen sind wir wieder komplett. In Namche Bazar freuen sich alle auf das Wiedersehen und den Austausch des Erlebten. Olaf konnte durch die Ereignisse am Nirekha Peak in den letzten News nichts über uns (Ulrike, Kerstin, Lothar und Bernd) berichten. Aus diesem Grund nutzen wir die Wiedervereinigung, um euch über unsere Erlebnisse zu informieren. 

Khunde

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Mein Freund Karma Rita Sherpa aus Phortse war unsere Rettung. Nachdem ich ihn erreicht hatte, ging alles ziemlich rasch. Er sagte mir zu, dass er versuchen werde, so schnell es geht, ein Pferd zu besorgen. Ich wusste, dass ich mich darauf verlassen konnte.

Zu hoher Preis

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Im ersten Teil zum Nirekha Peak hatte ich es schon erwähnt: Von der Kälte wird leider noch zu berichten sein. Und da ich gern über die schönen Dinge hier schreibe, darf ich die schlechten auch nicht weglassen.

Nirekha Peak, Teil 2

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Eine solche Entscheidung, wie Katrin sie traf, wortlos zu akzeptieren, fällt mir schwer. Doch sie zu überreden, weiterzugehen, wäre falsch gewesen. Niemand kann sich in einer solchen Situation in den anderen hinein versetzen.

Nirekha Peak, Teil 1

Kalte Füße 5

Um halb drei klingelte der Wecker. Das Thermometer zeigte in meinem Zelt 19 Grad unter Null. Wieso ist das hier eigentlich so kalt? Alles wird unangenehm und auch schwierig bei so einer Kälte.

Routeneinstieg erreicht

Basecamp 11

Es war kalt heute Nacht, sehr kalt. 25 Grad unter Null. In meinem Zelt immerhin noch 15 Grad minus. Als ich Katrin und Urs heute morgen nebenan fröhlich reden und lachen hörte, war ich doch einigermaßen erleichtert.

Ngozumpa

Spuren im Tiefschnee 7

Nein, ich hab mich nicht vertippt. Der Gletscher den wir gestern überqueren mussten, heißt genauso. Er ist mit Abstand der längste Gletscher in der Everest-Region, länger sogar als der Khumbu.

Gokyo Ri

Gipfel des Gokyo Ri 8

Ich sollte vielleicht nicht immer alles aufschreiben, was mir so in den Sinn kommt. Die Gefahr ist groß, mich lächerlich zu machen. Aber inzwischen kann ich das gut aushalten. Chomolungma schaut uns zu. Ihr gefällt, was sie sieht, und deshalb ist sie uns inzwischen wohlgesonnen.

Neueröffnung

Die Träger 11

Wir sind heute tatsächlich alle wohlbehalten in Gokyo angekommen. Wir mussten den gesamten Weg von Machermo hier hinauf spuren. Es war ein eisenhartes Geschäft für buchstäblich jeden von uns. Und manch einer ist sogar über sich hinaus gewachsen.

Winter!

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Eigentlich wollte ich mich ja erst morgen melden, wenn wir Gokyo erreicht haben. Aber eine Eilmeldung schon vorher ist vielleicht angebracht. Hier liegen Massen von Schnee. Wir wissen gar nicht, ob wir morgen Gokyo überhaupt erreichen können.

Licht und Schatten

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Akklimatisation! Eine Woche verbringen wir damit, bevor es auf den eigentlichen Trek geht. Und dafür waren wir gestern und heute in Thame. Dieses kleine Dorf ist 3800 m hoch gelegen. Der Aufstieg bietet also die nahezu ideale Höhendifferenz von 350 Höhenmeter. Namche liegt ja auf 3450 m. Der Weg nach Thame ist traumhaft schön. 

Namche Basar

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Der “Scharfrichter” soll dieser Aufstieg nach Namche sein. Wer diesen Mörderaufstieg schafft, wird auch den Rest der Tour durchhalten. Das hab ich in irgendeinem Reiseführer gelesen, ist also nicht auf meinem Mist gewachsen. Dem ist aber nun wirklich nicht so.

Lukla

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Eine Aufregung! Ich war gerade dabei, meine 60 Kilo schweren Rucksäcke die Treppe runter zu wuchten, als das Telefon klingelte. Kerstin und Lothar waren dran. Sie teilten mir mit, dass sich ihr Zug nach Leipzig verspätete und sie deshalb den ICE nach Frankfurt nicht erreichen würden. Na toll! Vielleicht könnten sie mit dem Zug später auch noch früh genug am Flughafen sein. Ich konnte nichts weiter tun, als das zu hoffen.

Der letzte Akt

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Packen und versuchen, nichts zu vergessen. Das war diese Woche mein Job. Drei Monate sind eine lange Zeit. Und bestimmte Dinge, wie zum Beispiel Ladegeräte oder Medikamente sind in Nepal nicht zu beschaffen. Deshalb war es vor allem an der Zeit, meine Expeditionsapotheke mal wieder auszumisten und auf Vordermann zu bringen.

Oberlausitz

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Geschafft! Die Vortragssaison ist vorbei. Die vergangene Woche war mit vier Veranstaltungen noch einmal ziemlich voll. Und voll waren auch die Vortragssäle. Gott sei Dank! Meine Veranstaltungsagentur Pikander hat wirklich gut gearbeitet. Neben Leipzig, wo meine Vorträge immer Heimspiele sind, bin ich in der Oberlausitz am liebsten. Doch wenn ich in Löbau beispielsweise so etwas sage, dann denken die Zuschauer dort, dass ich sie veralbern will.

Du Glücklicher!

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Was drei Monate in den Himalaya? Du hast es gut! Das würde ich auch gern machen! Soviel Urlaub wollte ich auch mal haben! Oder eben du Glücklicher! Das höre ich jetzt täglich, wenn die Leute mitbekommen, dass ich demnächst mal eben wieder für fast 100 Tage weg bin. Dabei könnten sich einige von denen, die das zu mir gesagt haben, problemloser ausklinken als ich, wenn sie es denn wollten.

Traumkulisse

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Eigentlich wären die beiden Vorträge im asisi Panometer nur zwei von vielen, redete ich mir ein. Und normalerweise hab ich was gegen Plastestühle. Und 22 Grad Raumtemperatur sollten es schon sein, wenn meine Zuhörer zwei Stunden lang stillsitzend mir zuhören müssen. Und wer weiss, ob das mit der Soundtechnik in diesem riesigen Raum funktionieren kann? 

Expeditionslogistik

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Das wird wohl die eigentliche Herausforderung bei meiner nächsten Expedition. Wie bekomme ich die Ausrüstung an vier verschiedene Gipfel? Unter anderem darum ging es bei unserem vorletzten Expeditionstreffen bei Thomas. Er hatte für uns gekocht. Was Jungs heutzutage so alles können müssen.

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