Du Glücklicher!

Was drei Monate in den Himalaya? Du hast es gut! Das würde ich auch gern machen! Soviel Urlaub wollte ich auch mal haben! Oder eben du Glücklicher! Das höre ich jetzt täglich, wenn die Leute mitbekommen, dass ich demnächst mal eben wieder für fast 100 Tage weg bin. Dabei könnten sich einige von denen, die das zu mir gesagt haben, problemloser ausklinken als ich, wenn sie es denn wollten. Ich bin tatsächlich sehr froh darüber, dass ich mir dieses Maß an Unabhängigkeit und Freiheit erhalten konnte in den letzten Jahren. Für mich ist das nichts anderes als ein Privileg. Dass es auch eine Kehrseite der Medaille gibt, versteht sich natürlich von selbst.

Es macht auf den Fotos immer schon einen guten Eindruck, wenn die Klamotten einheitlich sind. Das ist ja mit dem tapir als langjähriger Unterstützer auch kein Problem. (v.l.n.r. Janina Graeber, Thomas Necke, Kathleen Merz, Lebensgefährtin von Thomas, die uns bis ins Basislager des Baruntse begleitet)

Gestern ging nun unser letztes Expeditionstreffen vor meiner Abreise über die Bühne. Es drehte sich vornehmlich um Ausrüstungsfragen. Wer meint, dass diesbezüglich alles völlig klar sein müsste, der liegt falsch. Berg ist eben nicht gleich Berg. Bei jeder Expedition muss aufs neue entschieden werden, was und wie viel an Ausrüstung unbedingt gebraucht wird und was genauso unbedingt weg gelassen werden muss. Ein schönes Beispiel ist die nicht unwichtige Frage, nach der Anzahl der Nächte, die wohl jeder in den Hochlagern verbringen wird. Sie muss immer wieder neu beantwortet werden. Und wehe, man liegt diesbezüglich völlig daneben. Dann hat man da oben nämlich nichts zu beißen oder noch schlimmer, keinen Brennstoff. Aber das war nur ein Thema von vielen.

Bei der bevorstehenden Unternehmung gibt es einen entscheidenden Vorteil. Ich bin schon in Nepal, bevor die anderen kommen, kann vorbereiten und Hindernisse aus dem Weg räumen. Es wird sicher alles ein wenig entspannter als sonst. Zumindest bin ich diesbezüglich guter Hoffnung.

Worüber ich mich in den letzten Tagen sehr gefreut habe, ist der erste Verkauf meines bisher größten und aufwendigsten Panoramabildes an die Projecter GmbH. Es zeigt in einem 300° Rundblick das Basislager an den Gasherbrums am Zusammenfluss von Gasherbrum- und Abruzzigletscher. Für mich übrigens einer der spektakulärsten Orte in den Gebirgen dieser Welt. Es wurde aus neun digitalen Vollformatbildern zusammengesetzt und ist selbst bei einer Breite von vier Metern gestochen scharf.

Man benötigt schon ein bisschen Platz für dieses Bild. Im nagelneuen Büro der Projecter GmbH passt es aber perfekt.

Tja und dann gibt es noch einen Grund zur Freude. Sage und schreibe 200 neue Fans auf meiner Abenteuer-leben-Facebookseite in den letzten 30 Tagen! Das Interesse ist offensichtlich groß. Und das ist das Publikum und die Kundschaft von morgen. Hier sind die Leute. Es ist eben gerade nicht so, wie ich geglaubt habe: Nämlich das mich soziale Medien nicht tangieren. Doch weit gefehlt. Bloß gut, dass ich noch nicht ganz beratungsresistent bin 🙂

2 Antworten

  1. Thomas sagt:

    super geiles 360 grad bild – einfach klasse.

    kann man das kaufen? kann man das bezahlen 🙂
    nee im ernst, einfach ein super bild – würde ich mr auch ins zimmer hängen.

    • Olaf Rieck sagt:

      Hallo Thomas, na klar kann man das kaufen. Und bezahlen geht auch. Ganz arm darf man allerdings nicht sein.

      Der Druck, der Rahmen und das Aufziehen auf den Rahmen hat natürlich seinen Preis. Das Bild kostet, so wie es da hängt, 500 Euro.

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