Der Tag als der Regen kam
Dieser Tag war heute. Wir wussten natürlich um das schlechte Wetter, was da auf uns zu kam. Deshalb waren wir ja so überaus froh, dass sowohl wir als auch unser Gepäck den Sprung von Kathmandu nach Lukla geschafft haben.

Die Prognose bei Meteoblue sah nicht gerade vielversprechend aus für die kommenden Tage. Aber gut, eine Nachwehe des Monsuns. So was ist im September nicht ungewöhnlich.
Doch dann wurde die Prognose immer dramatischer. Gestern Abend fing es an, sehr intensiv zu regnen. Und jetzt, knapp 30 Stunden später, regnet es immer noch. Und es soll noch weitere 72 Stunden regnen und zwar mit weiter zunehmender Intensität. Dabei gießt es jetzt schon wie aus Kannen.
Steht Nepal etwa die nächste Katastrophe bevor?
Dieser riesige Zyklon, sehr eindrücklich auf dem Bild oben zu sehen, hat sich über dem Golf von Bengalen gebildet. Er zieht in Richtung Nepal, staut sich natürlich vor dem Himalaya und regnet sich ab.
Inzwischen geht hier die Angst geht um. Heute hat das Tourismusministerium eine Warnung herausgegeben. Man soll den Ort, an dem man sich gerade befindet, nicht verlassen. Aber ob das in jedem Fall auch ein guter Rat ist?
Ich jedenfalls habe ein solch intensives Regenereignis noch nicht erlebt.
Das wirft unsere Pläne natürlich gehörig durcheinander. Morgen wollten wir unseren Anmarsch zum Kyajo Ri beginnen. Das wird nun natürlich buchstäblich ins Wasser fallen. Aber untätig hier in Namche rumsitzen?
Wir müssen uns akklimatisieren, um in den Startlöchern zu sitzen, wenn dieser große Regen am Sonntag oder spätestens Montag aufhören wird.
Dann sollte das Wetter laut Prognose wieder gut werden.
Heute allerdings hat uns der Regen noch nicht angefochten. Heute war großer Packtag angesetzt.

Zeltinspektion in unserer Lodge in Namche. Bloß gut, dass wir hier einen entsprechenden großen Raum dafür benutzen durften. Großes Dankeschön an den Chef der Lodge, Nima Sherpa.
Zuerst haben wir meine hier in Namche deponierten Zelte, die wir am Kyajo Ri benutzen wollen, noch einmal einer Generalinspektion unterzogen. Die Reißverschlüsse wurden gepflegt, Löcher gekennzeichnet. Reparieren konnten wir sie aber noch nicht, denn dafür müssen die Zelte aufgebaut bleiben.
Dann haben wir das gesamte Kletterzeug wie Fixseile, Kletterseile, Sicherungsmittel usw. eingepackt, unser Essen für den Kyajo Ri und den Pumo Ri auseinander dividiert und noch tausend andere Sachen aus-, um- und oder wieder eingepackt.
Anschließend wurden auch die persönlichen Sachen noch einmal neu zusammengestellt. Wir brauchen am Kyajo Ri andere Dinge als am Pumo Ri.

Bloß nicht zuviel mitnehmen, aber auf keinen Fall etwas vergessen. Wenn wir erst einmal am Berg sind, wird es schwierig, fehlende Ausrüstung herbeizuschaffen.
Alles wurde fein säuberlich notiert, damit wir auch wissen, WO wir suchen müssen, wenn wir etwas suchen. Auch wenn es vielleicht schwer nachvollziehbar ist. Wir sieben Leutchen haben den gesamten Tag dafür gebraucht und keinesfalls getrödelt.
Doch zum Kyajo Ri zu gehen, hat vorerst leider überhaupt keinen Sinn. Deshalb werden wir morgen 500 Höhenmeter zum Mong La aufsteigen, um unsere Akklimatisation zu verbessern.
So zumindest der neue Plan. Wir müssen unsere Akklimatisation verbessern, um unseren Zeitplan wenigstens halbwegs einhalten zu können. Mal schauen, ob uns das überhaupt gelingen kann…







Schade dass Euch das Wetter aktuell so einen Strich durch die Rechnung macht…Daumen bleiben gedrückt für schnelle Besserung