Jährliches Archiv: 2015

Ausklang

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Nun sind wir wieder zurück in Namche. Unser letzter, leider unvollständiger Ausflug ins Gokyotal liegt hinter uns. Das Wetter am Sonntag und Montag war tatsächlich nicht besonders, obwohl es bei weitem nicht soviel Schnee gegeben hat, wie angekündigt war.

Das vierte Tal

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Vorgestern (Donnerstag, 12. März) haben wir in einem sehr langen Marsch von Lobuche (4900 m) aus das 1000 Höhenmeter niedriger gelegene Phortse erreicht. Damit wollten wir uns für die kommenden Tage alle Optionen offen halten. Denn wir könnten es von Phortse aus in zwei relativ langen Tagesetappen bis Gokyo schaffen. Zwei Tage wären dann auch für den Rückweg nach Namche noch übrig geblieben.

Lichtspiele

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Wenn ich unsere Tour bis heute Revue passieren lasse, dann gibt es für mich eigentlich nur eine Einschätzung. Nämlich dass wir außergewöhnliches Glück hatten. Zum einen mit dem Licht und vor allem wegen des vielen Schnees.

Schwierige Verhältnisse

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Es ist nicht so einfach hier. Das konnte man in den letzten Tagen unter anderem daran erkennen, dass ich mit meinen Prognosen bezüglich der Gehzeiten permanent daneben lag.

Entwarnung

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Man glaubt es nicht, was die Sonne hier ausrichten kann. Das ist die erste gute Nachricht. Sie scheint nämlich seit zwei Tagen, als wollte sie uns Löcher in unsere Köpfe brennen. Die zweite gute Nachricht ist, dass mit jedem Höhenmeter weniger Schnee liegt. Das ist auch nicht so verwunderlich, weil es weiter oben oft weniger schneit als zum Beispiel in Namche.

Schneechaos

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Ich habe es vergessen. Wie heisst dieser Spruch? Abendrot Schön- oder Schlechtwetter droht?? Vermutlich je nach dem was passt. Bei uns war die Sache jedenfalls eineindeutig. Als wir gestern zu unserer Akklimatisationstour nach Thame aufgebrochen sind, begann es zu schneien. Und nicht nur so ein bisschen.

Bei Sherpas

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Rasttag bedeutet nicht zwangsläufig Faulenzen. Es ist zwar nicht nachgewiesen. Aber die Erfahrung lehrt es. An Tagen, an denen die Schlafhöhe gleich bleiben soll, ist es gut, dennoch einen Höhenreiz zu setzen. Ganz gemütlich ein paar hundert Höhenmeter aufzusteigen und auch Zeit dort oben zu verbringen, ist immer eine gute Idee.

Everest

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Er ist sicher auch einer der Gründe, weshalb Leute hierher kommen. Die einen wollen ihn besteigen, die anderen ihn nur anschauen. Zu denen gehören wir. Und diesbezüglich hatten wir gleich am Anfang unverschämtes Glück. Soviel steht fest. Doch eins nach dem anderen.  

Berge in Sicht

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Wie alle Jahre wieder ist es soweit. Gleich mal für acht Wochen bin ich nach Nepal aufgebrochen. Ich habe mich sehr darauf gefreut, denn es macht Spaß, meinen Gästen meine zweite Heimat zeigen zu dürfen. Ich bin nun einmal gerne in Nepal.

Feuerland

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Schon seit mehr als 14 Monaten war Ferdinand Magellan (1480-1521) mit seiner kleinen Flotte unterwegs, als er am 21. Oktober 1520 weit im Süden des südamerikanischen Kontinents eine Landzunge umschiffte. Vielleicht nannte er diese Stelle deshalb Kap der Jungfrauen (Kap Virgenes). Nach Westen öffnete sich eine 30 Kilometer breite Einfahrt, die er erkunden ließ.

Ein Traum in Eis

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Zu Beginn eine gute Nachricht. Es gibt manchmal doch eine zweite Chance. Und zwar für die zu spät Gekommenen. Normalweise gilt ja das berühmte Wort des einen Generalsekretärs dem wir Deutschen soviel zu verdanken haben. Aber bei dieser kleinen Sache nicht. Noch gibt es einige Karten für die Zusatzvorstellung des Jubiläumsvortrages mit dem etwas verstörenden Titel “Das Ziel ist alles” am 31. Januar um 19.00 Uhr im Großen Vortragssaal des Grassi-Museums für Völkerkunde in Leipzig.

Neue Abenteuer

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Menschen ganz allgemein hassen es, all ihres Komforts beraubt zu sein. Immer mehr davon anzuhäufen, ist sogar einer ihrer stärksten Antriebe. Denn ohne ihn ist alles anstrengend, schwierig und unbequem, schon ganz und gar wenn wir ziemlich komfortlos in einer rauen und unbarmherzigen Umwelt bestehen müssen. Aber genau das ist sozusagen die Grundvoraussetzung für ein Abenteuer.

Ein gutes Jahr

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Wenn es eine Kategorie gibt, mit der man verbrachte Zeit bewerten kann, so ist es die Qualität des Erlebens. Erlebnisse, Begegnungen und die daraus resultierenden Erfahrungen ereignen sich in der Zeit. Und wenn es nun in einer bestimmten Zeiteinheit besonders viele spannende Erlebnisse und großartige Begegnungen mit klugen Menschen gab, dann war die Zeit gut.