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Was tust DU für das Klima?

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Das ist eine Frage, die wir uns stellen sollten. Tun wir das nicht, vielleicht sogar mit einem guten Gewissen, gehören wir einer aussterbenden Spezies an. Und das ist auch gut so. Der Streit darüber ebbt merklich ab. Diejenigen, welche den von Menschen verursachten Treibhauseffekt leugnen, befinden sich zunehmend in der Defensive.

Klettern auf den Lofoten, Teil 3

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Mir jedenfalls geht das genauso: Ich sehe einen Gipfel, schaue eine Wand hinauf, lese von einer Route, oder stehe ihr gegenüber und will dann unbedingt ran, hoch und rauf. Das kann gefährlich werden, vor allem, wenn man sich und seine Fähigkeiten überschätzt.

Klettern auf den Lofoten, Teil 2

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Mich zog an den Lofoten nicht allein die Tatsache an, dass der Kletterer hier umgeben wird von über 1000 m hohen Granitriesen und tiefblauen Fjorden mit malerischen Fischerdörfern an ihren Ufern. Die Lofoten haben ohne Zweifel die abwechslungsreichste und großartigste Landschaft zu bieten, in denen sich Kletterer europa- und auch weltweit tummeln können.

Klettern auf den Lofoten, Teil 1

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Es kommt nicht so oft vor, dass alles passt. Wenn große Erwartungen übertroffen werden und sich das Gefühl einstellt, genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. An einem Ort, an dem ich offensichtlich hingehöre, der wie für mich gemacht ist und von dem ich am liebsten gar nicht mehr weg möchte. So war es gerade auf den Lofoten. 

Holzberg – Auf der Zielgeraden?

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Ich sitze derzeit in Chamonix, umgeben von den großartigsten Bergen und Felsgestalten Europas. Trotzdem muss ich gerade an den kleinen, jedoch für uns mitteldeutschen Flachlandkletterer so wichtigen Holzberg denken.

Nepal in Not

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Es ist nur schwer vorstellbar, was gerade in Nepal geschieht. Und das obwohl wir ja auch unsere Erfahrungen mit dieser Pandemie haben. Schon Anfang Mai kollabierte das marode Gesundheitssystem in Nepal. Buchstäblich von einem auf den anderen Tag begann sich ab Mitte April die indische Variante des Coronavirus explosionsartig in Nepal auszubreiten. Die Kurve der Infektionszahlen stieg noch steiler an als in Indien selbst.

Clean Climbing, Teil 2

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Jedem, auch dem Kletterneuling leuchtet ein, dass Clean Climbing eine ganz andere Hausnummer sein muss, als das Klettern in sogenannten “eingebohrten” Routen. Das geht schon bei der Ausrüstung los. Ein gut sortierter Satz der verschiedenen Keilarten und -größen (Hexcentrics, Tricamps, Stopper, Nuts usw.) und aktiven Klemmsystemen wie Friends, Camalots oder eben auch Gipsys und BigBros und natürlich verschieden langen Schlingen und Reepschnüren kostet ein Vermögen. Jedenfalls für die Mehrheit der in der Regel kirchenmausarmen Kletterer.

Clean Climbing, Teil 1

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Mir fällt es jedenfalls auf. In letzter Zeit wollen immer mehr Leute mit mir auf eine Weise klettern, die ich persönlich richtig gut finde. Ich hätte nichts dagegen, wenn das zu einem Trend würde. Denn diese Art der Fortbewegung in der Vertikalen passt eigentlich sehr schön in unsere Zeit. Doch andererseits auch wieder nicht. Dieser offensichtliche Widerspruch schreit nach einer Erklärung.

Im Reich der Schwerkraft

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Was sagst Du den Leuten eigentlich als erstes, bevor sie mit Dir unterwegs sein werden? Worauf legst Du am meisten wert? Das wurde ich unlängst in Vorbereitung auf eine “Bergsteigersprechstunde” gefragt, die meine Alpenvereinssektion mit mir als Gast am kommenden Dienstag zum ersten Mal als Online-Meeting auflegen wird. Ich freue mich darauf, weil ich von meinen vielen Vorträgen auf Firmenveranstaltungen weiß, wie anregend und auch lehrreich die Beschäftigung mit den bisweilen bohrenden Fragen und Meinungen der Zuhörer sein kann. 

ÜBER-Lebenselixier

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Ich kann die Wirklichkeit, die uns umgibt, nicht ändern. Nicht den Klimawandel, keine Pandemie, nicht die Dummheit der Menschen und ihre grassierende Empörungskultur, welche noch schlimmer um sich greift, als die Seuche. Was ich aber beeinflussen kann, ist meine Lebenswirklichkeit und auch mich selbst kann ich ändern. Und das geht nirgends besser als beim Klettern. Jedenfalls gilt das für mich.

Maurice Wilson 4, Sein Ende

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Am frühen Morgen des 29. Mai 1934 wollte Rinzing nach Wilson sehen. Doch der war schon seit Stunden unterwegs. Bei Tagesanbruch konnte er einen kleinen Punkt erkennen, der sich in etwa 6700 m Höhe langsam aber stetig den steilen Hang in Richtung Nordsattel hinauf kämpfte. Das war der letzte Tag, an dem er lebend gesehen wurde.

Maurice Wilson 3, Aufstieg in den Tod

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Seine fast schon kindliche Sorglosigkeit dem Berg gegenüber verblüfft mich am meisten. Was dachte sich Wilson dabei? Er, der noch niemals einen Berg bestiegen hatte, der aber sehr wohl die Expeditionsberichte von Bruce, Norton und Ruttledge kannte, der die Tagebücher Mallorys gelesen hatte, wollte vom Rongpu-Kloster aus allein in sechs Tagen den Gipfel des Everest erreichen? Wenn er wenigstens völlig ahnungslos gewesen wäre. Doch er wusste von den mörderischen Problemen seiner Vorgänger.

Maurice Wilson 2, Weg zum Everest

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Wilson ärgerte sich zwar über die Knüppel, welche ihm das Luftfahrtministerium zwischen die Beine warf. Aber unsicher oder nachdenklich, was seine Pläne anbelangte, war er keineswegs. Egal welche Probleme auftauchten, er würde sie überwinden.

Maurice Wilson 1, Sein Antrieb

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War er verrückt oder seiner Zeit um Jahrzehnte voraus? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Als ich mich näher mit seiner Geschichte beschäftigte, war ich in dieser Hinsicht tatsächlich hin- und hergerissen. Denn eines steht fest. Für einen komplett verrückten ist er weit gekommen.

Entscheidungsfallen, Teil 3

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In einem Artikel der beiden Autoren Anne van Galen und John van Giels, welche hauptberuflich Berater für Resilienz- und Risikomanagment für verschiedene Industriezweige und auch für Bergführer sind, geben sie uns Empfehlungen an die Hand, wie wir unsere Entscheidungsfindung gerade unter Duck verbessern könnten. (Resilienz ist ein Persönlichkeitsmerkmal, welches zum Tragen kommt, wenn Leute auf Änderungen in ihrer Umgebung mit der Anpassung ihres Verhaltens reagieren müssen. Zum Beispiel auf Verletzungen, Krankheiten, plötzliche Armut oder wie bei uns Bergsteigern auf Veränderungen der äußeren Bedingungen.)

Entscheidungsfallen, Teil 2

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Jeder von uns, der sehr viel in seinen geliebten Bergen unterwegs ist, investiert oft eine Menge Zeit mit dem Training, mit seiner Ausrüstung, mit der Planung seiner nächsten Bergtour. Er surft tagelang auf Bergsportseiten im Internet, guckt Dutzende von Red Bull produzierte Kletterfilmchen, studiert stundenlang Führerliteratur, schaut sich Tutorials bei YouTube an oder liest manchmal sogar die einschlägigen Fachzeitschriften.

Entscheidungsfallen, Teil 1

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Es ist eines der Tabu-Themen bei uns, die wir entweder aus Spaß an der Freude oder auch beruflich auf alle möglichen Arten gegen die Schwerkraft ankämpfen: Beim Klettern an großen alpinen Wänden oder an gefrorenen Wasserfällen, an gewaltigen Eisriesen im Himalaya oder beim Hochtourengehen in den Alpen.

Neue Termine für Hidden Peak-Vortrag

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“Wer schreibt, der bleibt”. Dieses alte Sprichwort trifft momentan andersherum besser den Kern der Sache hier an meinem Schreibtisch. Denn eigentlich wäre ich seit Sonntag in den tief verschneiten Hohen Tauern unterwegs und würde gefrorene Wasserfälle hinauf klettern. Statt dessen muss ich aus bekannten Gründen zu Hause bleiben und schreiben, also aus der Not eine Tugend machen, denn es gibt Neuigkeiten: Die wichtigste zuerst: Wir planen einen zweiten Anlauf für die Premiere der neuen Multivisionsschau über die erfolgreiche Hidden Peak Expedition in Pakistan, die ich ja coronabedingt im vergangenen Oktober absagen musste.

Liegestütz beim Liebesakt

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Nicht weniger als der “beste Bergsteiger der Welt” wollte Cesare Maestri nach seinen eigenen Worten sein: “Selbst beim Liebesakt machte ich noch Liegestütze, um meine Muskeln zu trainieren”. Nun ist er in dieser Woche im Alter von 91 Jahren gestorben. Seinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden, war sicher schwierig zu seiner Zeit. Zu groß war damals die Konkurrenz solcher Alpintitanen wie Walter Bonatti, Carlo Mauri, Lionel Terray, Ricardo Cassin und wie sie alle hießen. Was Maestri aber auf jeden Fall geschafft hat, war, einer der schillerndsten und umstrittensten Alpinisten der Welt zu werden. Und das lag an seiner Obsession für den Cerro...

Existenz Angst 2020

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Es ist Weihnachten. Sie sitzt mir gegenüber. Aufrecht, aufmerksam, bescheiden. 93 Jahre ist sie alt. Um sie herum wird geredet. Meist über Dinge, die nicht passieren konnten wegen diesem Virus. Ich würde gern über die Dinge reden, die geschehen sind. Und zwar im Leben dieser Frau, die mich gerade ansieht. 1927 ist sie geboren. Was könnte sie uns alles berichten! Sie hat den Nationalsozialismus, den Krieg, die Hungerjahre nach dem Zusammenbruch, den real existierenden Sozialismus, die Wende und die 30 Jahre danach bewusst erlebt. Wieviel hätte sie uns zu sagen, gerade in diesem merkwürdigen Jahr, dass uns einiges vor Augen...

Eiszeit bei minus 110°

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Also ich wäre jetzt soweit, sagte ich tapfer. War ich aber eigentlich gar nicht. Ich konnte mir nicht vorstellen, im nächsten Augenblick fast nackt in eine Kammer zu treten, in welcher 110 Grad FROST herrschen sollten! Und ich wusste auch genau, dass mir das ganz und gar nicht gefallen würde, selbst wenn ich es überleben sollte. Ich mag Kälte nicht. Ich habe einfach schon zu viel gefroren in den Dutzenden von Monaten, die ich in den letzten 30 Jahren in irgendwelchen Basis- und Hochlagern verbracht habe.

Wo das Abenteuer beginnt

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Eigentlich hätte auch ich auf diese Idee kommen können, denn die Eindrücke waren noch ganz frisch. Bin ich aber nicht. Im Sommer 1989 war ich auf meiner allerersten großen Reise in Tadschikistan. Pik Energie hieß der Gipfel, den wir uns dort auserkoren hatten. Der Schlafsack am Berg bestand aus zwei zusammengenähten Steppdecken. Wir schliefen zu dritt dort drin.

Der Schwäbische Grand Canyon, Teil 2

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Bevor ich zum ersten Mal irgendwohin zum Klettern fahre, besorge ich mir logischerweise einen Kletterführer. Und wie ich am Schluss des ersten Teils meiner Donautalbetrachtungen schon anmerkte, ist ein guter Kletterführer für mich so eine Art Katalysator. Er beschleunigt die Lust dort zu sein und endlich selbst Hand anzulegen. Und in diesem Werk zum Donautal findet sich alles, was das Herz begehrt: Übersichtsfotos der einzelnen Spots, Karten, um sie leicht zu finden, gute Topos und viele verbale Tipps und Einschätzungen zu fast jeder einzelnen der ca. 850 im Führer verzeichneten Routen.

Der Schwäbische Grand Canyon, Teil 1

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Es sind per Luftlinie nur schlappe 14 Kilometer, auf welchen die noch junge Donau die Schwäbische Alb durchbricht. Aber diese paar Kilometer haben es in sich. Es ist nicht nur ein Tal entstanden, welches das Herz eines Naturliebhabers höher schlagen lässt. Auch die Herzen von uns Kletterern pochen deutlich schneller bei seinem Anblick. Denn durch die Erosion wurden Felswände aus fossilreichem Kalkstein freigelegt, welche beiderseits des Flusses teilweise senkrecht aufragen. Auf den höchsten Wänden schaut der Kletterer aus über 200 m Höhe auf die Donau hinab! Hier findet sich sogar die höchste außeralpine Felswand Deutschlands. Und genau an dieser Wand,...

Die Crux mit der Schwierigkeit, Teil 2

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Wer hat´s erfunden? Eben nicht die Schweizer. Es waren Sachsen. Wenn ich Leuten erzähle, dass die ersten Menschen, welche auf die Idee kamen, aus rein sportlichen Motiven und ohne künstliche Hilfsmittel auf freistehende Felsnadeln zu klettern, Sachsen waren, so ernte ich allzu oft ungläubiges Kopfschütteln. Nicht die Amerikaner oder vielleicht die Franzosen, deren seltsame Schwierigkeitsskala heute die halbe Welt verwendet? Ganz besonders viele Zweifler gibt es bei den Alpinisten, die auch noch aus den Alpen stammen.

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