Im Schatten des Matterhorns

Das ich das noch erleben darf: Ich bin in Zermatt! Das Wetter ist perfekt und so soll es auch noch einige Tage bleiben. Ich habe mit Sven einen hochmotivierten und sehr konditionsstarken Partner an meiner Seite und unser “Basislager” ist das Viereinhalb-Sterne-Hotel Matthiol.

Zermatt ist schon ein wenig anders als andere Postkartenidyllen in den Alpen. Denn dieser Ort hat etwas, dass eine geradezu planetarische Anziehungskraft auf die Touristen in aller Welt ausübt. Nämlich tatsächlich einen der schönsten Berge auf unserem Globus!

Letzteres ist natürlich das besondere an dieser Trainingstour. Denn wir haben das einmalige Glück, dass dieses schicke Hotel unseren Aufenthalt hier unterstützt. Anders wäre das auch nicht machbar. Wir liefern dafür Bilder und Geschichten. 

Ich weiß schon, dass wir natürlich unter Verdacht stehen, nur Gutes über dieses Hotel zu schreiben, auch wenn es nicht stimmen sollte. Aber selbst wenn ich mich anstrenge, fällt mir nichts ein, was man hier besser machen könnte.

Das Viereinhalb-Sterne-Hotel Matthiol lässt buchstäblich keine Wünsche offen. Doch zwei Dinge heben dieses Hotel unter den vielen anderen in Zermatt heraus: Zum einen steht das Matterhorn sozusagen direkt vor der Tür.

Die vom Abendlicht beleuchtete Nordwand des Matterhorns. Im Schatten die Ostwand dieses großartigen Berges. Der weltberühmte Hörnligrat, über den auch die Erstbesteigung erfolgte, trennt die beiden Wände voneinander. Übrigens habe ich dieses Foto unmittelbar am Hotel aufgenommen!

Aber für mich das Beste an diesem Hotel ist seine Lage ganz am südlichen Ende des Ortes. Hier hat man tatsächlich trotz des ganzen Trubels in Zermatt seine Ruhe. Der einzige Wermutstropfen ist die Tatsache, dass wir nur selten hier sind. Denn wenn wir unsere Ziele realisieren wollen, müssen wir die Mehrzahl der Nächte in irgendwelchen Biwaks oder Hütten verbringen.

Ich habe schon überlegt, ob ich dieses Bild überhaupt zeigen sollte oder besser nicht. Aber wir freuen uns einfach wie die Schneekönige, dass wir es hier so gut haben! Vielleicht freut sich ja jemand mit uns…

Umso größer ist dann aber die Freude auf diesen Luxus und den wohltuenden Service, mit dem wir hier umsorgt werden, nach einer Tour. 

Und die erste haben wir auch schon hinter uns. Und sie war auch gleich die wichtigste. Wir haben also schon etwas getan, bevor wir in den Whirlpool gesprungen sind.

Die mehr als 1100 m hohe Nordwand des Breithorns. Wenn man ganz genau hinschaute, dann sah man das viele Blankeis und die weit geöffneten Bergschründe. 

Unser Hauptziel hier in Zermatt war die Nordwand des Breithorns. Doch wir wussten nicht, ob sie überhaupt möglich sein würde. Die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Aufstieg waren eher schlecht. Im vergangenen Winter gab es nur wenig Schnee, und in den letzten Tagen lagen die Temperaturen selbst in größerer Höhe viel zu weit oben.

Der Zustieg von Zermatt auf 1600 m Höhe bis zur fast anderthalb tausend Meter höher gelegenen Gandegg-Hütte, dem Ausgangspunkt für die Nordwand des Breithorns, ist mit vollem Gepäck eine anstrengende, fünfstündige Konditionstrainingseinheit. 

Das mögen auch Nordwände nicht. Da ich mich im Eis aber ganz wohl fühle, wollten wir es trotz der eher schwierigen Verhältnisse versuchen. Gestern um 2.30 Uhr klingelte der Wecker auf der Gandegg-Hütte, eine Stunde später brachen wir auf.

Die auf reichlich 3000 m Höhe gelegene Gandegg-Hütte bietet alles, was das Herz begehrt, einschließlich großartiger Ausblicke. Nur wenn es an das Bezahlen geht, dann ist es mit der guten Laune womöglich sofort vorbei. 

Die erste kleine Herausforderung unseres Besteigungsversuches war die Wegfindung in stockfinsterer Nacht zum Einstieg in die Wand. Und als wir den dann gefunden hatten, stand uns in den 1100 Höhenmetern, welche die Breithornnordwand vor einem auftürmt, doch tatsächlich ein richtiges, kleines Abenteuer bevor. Doch ehe diese News zu lang wird, gibt es dazu dann mehr in der nächsten.

Fast zwei Stunden sind wir im Dunklen durch Geröll und über Gletscher gestolpert, doch irgendwann waren wir am Einstieg und haben uns auch nicht verlaufen.

 

 

2 Antworten

  1. Wolfgang Jähne sagt:

    Hallo Olaf und Teampartner,
    ich freue mich für euch, dass ihr in der Schweiz sein dürft. Für unsere Verhältnisse ein teures Pflaster, aber wenn man dort seine Brötchen verdient, ist das ok. Wichtig ist, ihr fühlt euch wohl und habt gute Bedingungen zur Vorbereitung eurer Tour.
    Ich freue mich schon auf das Kennenlernwochenende. Alles Gute euch beiden
    Wolfgang.

  2. Veronica sagt:

    Und ob ich mich mit euch freue, dass ihr in diesem tollen Hotel wohnen könnt!!!

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