Aufbruch

Heute Abend geht es tatsächlich so richtig los. Wir fahren mit dem Auto und unseren Kajaks noch ein Stück auf der Straße in Richtung Süden und schlagen dann am Straßenende unsere Zelte auf. Hier werden wir auf das Begleitboot warten, welches spätestens am Morgen des dritten Januar dort eintreffen soll bzw. wird 😉

Da sind sie! Wie glücklich der Anblick dieser Kajaks machen kann, die ich ja schon tausend Mal gesehen habe. Cristian hat sie aus dem Hafen geholt. Wir durften dort nicht mit. Ich hätte sie ja zu gern höchstpersönlich aus der Kiste geholt. Wir haben sie bei einem Freund von ihm in Empfang genommen.

Da sind sie! Wie glücklich der Anblick dieser Kajaks machen kann, obwohl ich sie ja schon tausend Mal gesehen habe. Cristian hat sie aus dem Hafen geholt. Leider durften wir dort nicht mit hinein. Ich hätte sie ja zu gern höchstpersönlich aus der Kiste geholt. Wir haben sie bei einem Freund von ihm in Empfang genommen.

Den Jahreswechsel erleben wir also schon im Zelt am Ufer der Magellanstraße. Und wir müssen auch dringend aufbrechen, weil das Wetter immer noch gut ist und nach einer Störung um den 2. Januar womöglich mit einer Südströmung noch besser für uns werden soll. Wind aus Richtung der Antarktis bringt stabiles Wetter und vor allem Kälte, welche für den Sarmiento natürlich besonders wichtig ist.

Wir müssen deshalb sofort an den Berg. In Punta Arenas zu sitzen, auf das Wohlwollen der Behörden zu warten und das gute Wetter zu vertrödeln, ist die schlechteste aller Möglichkeiten, seine Zeit hier zu verbringen. Wir werden also die Regeln ein wenig zu unseren Gunsten interpretieren.

Ein sehr aussagekräftiges Bild. Wenn es um Kubikzentimeter Stauraum get, diskutiert man buchstäblich über alles. Ich war für das Papier rechts. Dafür nur eine Rolle. Falk wollte das links, dafür drei Rollen. Wir haben uns, wie sich das für ein gutes Team gehört, in der Mitte getroffen.

Ein sehr aussagekräftiges Bild. Wenn der Stauraum stark begrenzt ist und es um Kubikzentimeter Stauraum geht, diskutiert man buchstäblich über alles. Ich war für das Papier rechts. Dafür nur eine Rolle. Falk wollte das links, dafür drei Rollen. Wir haben uns, wie sich das für ein gutes Team gehört, über stichhaltige Argumente demokratisch geeinigt.

Gestern und heute haben wir die letzten Besorgungen gemacht. Ein riesiger Supermarkt befindet sich glücklicherweise lediglich 50 m von unserem Hostel entfernt. Unsere Lebensmittel und der lebensnotwendige Brennstoff sind beisammen.

Vorhin gab es dann eine weitere Aktion, um das alles noch unterzubringen, bevor dann morgen die ultimativ letzte und spannendste Packaktion beginnt. Bei der werden wir dann hoffentlich nicht allzu schmerzlich erfahren, auf welche unverzichtbaren Dinge wir dennoch verzichten müssen, weil sie einfach nicht in unsere Boote passen.

Wer meint, auf einer Expedition an die spannendsten Ort der Welt jage permanent ein spannendes Abenteuer das nächste, der irrt. Packen ist eine der Hauptbeschäftigungen.

Wer meint, auf einer Expedition an die spannendsten Ort der Welt jage permanent ein spannendes Abenteuer das nächste, der irrt. Packen ist eine der Hauptbeschäftigungen.

Apropos verzichten! Ab jetzt müssen wir auch auf das WLAN in unserem Hostel verzichten. Nun kommunizieren wir ausschließlich via Satellit. Das heißt, wir können nur noch E-Mails versenden, die unser Programm, mit der meine Homepage programmiert ist, fast automatisch ins Netz stellt. Ein bisschen muss zu Hause von guten Geistern per Hand aber noch nachformatiert werden. Bilder werden also kleiner und weniger, weil Satellitenkommunikation erstens natürlich seinen Preis hat und zweitens viel Strom kostet.

Und die Stromversorgung wird dann auch das Hauptproblem bei der Kommunikation sein. Wir sind mit der gesamten Foto- und Kommunikationstechnik auf Solarstrom angewiesen. Und wenn die Sonne nicht scheint, und das tut sie hier eher selten, werden wir irgendwann keinen Saft mehr haben. Dann ist Ruhe im Karton!

Team mit Weihnachtsbaum in unserer sehr netten, familiär geführten Hospedaje Magallanes.

Team mit Weihnachtsbaum in unserer sehr netten, familiär geführten Hospedaje Magallanes.

Und nun wünschen wir allen treuen Lesern einen fröhlichen Rutsch auf einer tollen Party mit vielen Freunden oder ganz in Familie und für das Neue Jahr Gesundheit, viele spannende Erlebnisse und Begegnungen und ein paar erfüllte Träume, denn wie sagte Tania Blixen:

“Der unwiderstehlichste Mensch auf Erden ist der Träumer, dessen Träume wahr geworden sind.”

 

7 Antworten

  1. Thomas Schmidt sagt:

    Könnt ihr nicht schonmal vorab lospaddeln und euch von dem Beiboot einholen lassen?
    Ich meine: es sind doch bestimmt etliche Tage, die es bis zum Sarmiento braucht….
    In jedem Fall viel Glück und Besonnenheit ^^

  2. Veronica sagt:

    Ich wünsche euch nicht nur für die kommenden Tage, sondern für das ganze neue Jahr viel Glück und Erfolg!

  3. Jacob sagt:

    Mit Spannung verfolge ich Ihre Expedition und einer gehörigen Portion Neid. Ich drücke Euch die Daumen,dass alles so klappt, wie es geplant ist. Und freue mich auf die nächsten Posts.

  4. Andrea J. sagt:

    Gesundes neues Jahr wünsch ich dir und euch beiden ganz viel Erfolg auf der Expedition. Es freut mich ganz besonders, wie sich alles vor Ort “ergeben” hat und es nun endlich losgeht.
    Herzliche Grüße von Andrea

  5. Rando sagt:

    Rollen entkernen und Luft rauslassen – dann könnt Ihr alles mitnehmen, was Falk in der Hand hat! Andererseits: wozu? Ihr habt ja eh nicht so viel Essen mit. Oder sind das Küchenrollen? Erkennt man so schlecht in der Draufsicht ☺ Mögen auch alle weiteren Entscheidungungen auf der Expedition weise und einvernehmlich gefällt werden! Das wünscht von der rauen Küste des Ullrichteiches
    Rando

  6. Detlef Weyrauch sagt:

    Hallo Olaf und Falk, ich wünsche euch einen guten Verlauf eurer spannenden Expedition ohne Schiffbruch und mit Gipfelerfolg. Mögen die Papierrollen bis zum Ende reichen. Petri und Berg heil von Detlef.

  7. Sybille sagt:

    Hallo, Olaf, von uns allen beste Neujahrsgrüße und gutes Gelingen, bleibt beide gesund und besonnen und auf ein Wiedersehen dann bei uns daheim………. Wolfgang, Sybille, Franziska, Yannis und Grüße von Gabi und Gerhard noch dazu! PS.: Die Insel Hydra und Athen gefielen uns sehr! 🙂

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