Das Ziel ist alles – Der neue Vortrag für Unternehmen

Das Bergsteigen unterscheidet sich in vielen Dingen ganz grundlegend von den meisten anderen Sportarten. Weit oben an den Weltbergen zum Beispiel, die in Ländern wie Nepal, Pakistan oder Tibet zu finden sind, ist man völlig auf sich allein gestellt. Niemand kann einem in der Todeszone helfen, wenn man es selbst nicht mehr kann. Denn auf Rettung von außen wird man dort oben vergeblich warten. Das heißt also, buchstäblich nirgendwo sonst ist ein Athlet so endgültig Gefangener der einmal getroffenen Entscheidung. Wir haben es deshalb mit einer ausserordentlich ernsthaften Sportart zu tun, die oft genug auch von den Akteuren selbst schwer unterschätzt wird. Viele sind sich über die furchtbaren Konsequenzen von Fehlern einfach nicht im Klaren. Ich habe lange darüber nachgedacht, warum sich Menschen, mich natürlich eingeschlossen, dem so bedingungslos aussetzen. Ein beträchtlicher Teil meiner Vorträge beschäftigt sich immer wieder mit dieser Frage. Ist es die grenzenlose Faszination für Fels und Eis? Sind es die einschneidenden Erlebnisse mit sich selbst und seinen Ängsten? Atemberaubende Tiefblicke? Der Adrenalinkick an der Sturzgrenze?

Das alles spielt natürlich eine sehr große Rolle, reicht aber nach meiner Meinung nicht wirklich aus, um das Phänomen zu erklären. Denn ich ahne, dass Musiker, Chirurgen, oder auch Marathonläufer und Radsportler ähnlich aufregende Dinge erleben. Und es werden immer mehr, die sich den Gefahren in den Bergen aussetzen, denn das Bergsteigen und vor allem das Klettern erlebt gegenwärtig einen ungeheuren Boom. Allein im Jahr 2010 stieg die Mitgliederzahl des Deutschen Alpenvereins um 23648 an. Kein anderer Sportverein kann auf eine solche Menge an Neueintritten verweisen. Der DFB zum Beispiel verlor im gleichen Zeitraum fast 7000 Mitglieder. Das ist nicht allein mit den Erlebnissen zu erklären, die dieser Sport verschafft. Womit aber dann? Gibt es also noch etwas, was die Kletterer und Bergsteiger umtreibt, und welches eine so ungeheure Triebkraft entfaltet, dass sie auch ganz schnell bis zur Selbstzerstörung führen kann? Ich habe dafür Beispiele erlebt, die mich bis heute fassungslos machen. Und zwar nicht nur bei anderen sondern auch bei mir selbst.

Bei keiner anderen Sportart ist die Zielorientierung der Akteure derartig ausgeprägt. Ein nicht erreichter Gipfel zählt nicht, auch wenn ich nur wenige Meter unter ihm umkehren musste. Denn ohne ihn war im Grunde alles umsonst: Das wochenlange Lastenschleppen für die Hochlager, die Qual des Aufstieges in der Todeszone, die Angst in den gefährlichen Passagen, das jahrelange Training. Und nicht zuletzt werden ohne Gipfel die Erwartungen von Fans und Sponsoren enttäuscht. Sicher auch aus diesen Gründen ist die Zielorientiertheit von Alpinisten so extrem hoch. Und doch gibt es noch einen anderen Aspekt, der in dieser Hinsicht einen ebenso starken oder sogar noch stärkeren Sog entfaltet. Und der liegt in den Bergen selbst. Ist etwas vorstellbar, wo ein Ziel klarer definiert ist, als der Gipfel eines Berges? Einfacher könnte die Metapher für Erfolg nicht mehr sein. Waren wir oben, dann haben wir gesiegt, etwas erobert, über einen Gegner triumphiert. Waren wir nicht oben, dann haben verloren. So einfach ist das. Wie hat der große Georg Mallory geantwortet als er gefragt wurde, warum er unbedingt auf den Mount Everest steigen wolle? „Weil er da ist!“

Es ist die berühmteste und meiner Ansicht nach auch treffendste Antwort, die man im Hinblick auf den Grund seines Auftriebes geben kann – Der Berg ist da, der Gipfel ist das Ziel, also müssen wir hoch. Basta! Doch wie ist es umgekehrt? Was macht ein Ziel mit uns? Und genau darum geht es in meinem neuen Vortrag für Führungskräfte. Ziele prägen unser Leben. Sie helfen dabei, unser Tun zu strukturieren und einen Maßstab für das Getane festzulegen. An ihnen messen wir Erfolg oder Misserfolg unseres Handelns. Zielklarheit konzentriert und mobilisiert langfristig Energien und ist die Grundvoraussetzung für Erfolg sowohl im beruflichen als auch im privaten Leben. Sie schafft die Basis für Glück und Ausgeglichenheit, weil sie uns der Antwort auf die Frage näher bringt, was der Sinn unseres Lebens ist.

Wie wir Bergsteiger uns Ziele schaffen, welche zerstörerische Kraft sie entfalten können, welche Bedeutung Zwischenziele für uns haben und wie wir uns fühlen, wenn wir unsere Ziele nicht erreichen können, sind ebenfalls Themen dieses Vortrages. Und nicht zu letzt möchte ich meine Kunden mit tollen Bildern aus einer gänzlich anderen Welt auch gut unterhalten.

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