Wiedervereinigung

Gesagt, getan. In zwei Tagen sind wir von Dragnak über Phortse nach Dingboche gelaufen. Und gestern haben wir dann von dort aus den 5546 Meter hohen Chukhung Ri in Angriff genommen.

Da Imke und Ute in Dingboche bleiben wollten, um einmal die Ruhe und das Alleinsein ausgiebig zu genießen, zog mit Oliver, Stephan, Markus, Frank und mir eine reine Jungstruppe los. Und die wollte am Abend wieder in Dingboche sein, weil man ja die Damen nicht ganz allein dort unten lassen wollte.

Am dem Abend, an welchem wir in Dingboche eintrafen, sind Frank und ich noch rasch auf den knapp 5100 m hohen Nangkartsong gestiegen. Eine wunderschöne kleine Bergtour. Im Hintergrund die Nordseite der Ama Dablam.

Das Programm für diesen Tag war also sportlich. Von Dingboche auf den Chukhung Ri und zurück sind es nicht nur 2200 Höhenmeter im Auf- und Abstieg, sondern auch ein weiter Weg. Und natürlich freuten wir uns darauf, die “anderen” wieder zu treffen, denn ich wusste ja die ganze Zeit recht genau, wo die sich gerade befanden. Und es war sehr wahrscheinlich, dass sich die Cho-La-Gruppe ebenfalls genau an diesem Tag zum Gipfel des Chukhung Ri aufgemacht hatte.

Auf dem Weg von Phortse nach Dingboche umrundet der Wanderer die Ama Dablam von der West- auf die Nordseite. Die ganze Zeit kann zumindest ich mich nicht sattsehen an diesem Berg. Igendwann werd ich mal abstürzen, weil ich anstatt runter auf den Weg hoch zu einem Berg geschaut habe.

Als wir nach zwei Stunden in dem Ort Chukhung eintrafen, bestätigte sich unsere Vermutung, denn hier trafen wir auf Wolfgang. Er war etwas erkältet und hatte deshalb auf einen Aufstieg verzichtet. Von ihm erfuhren wir, dass Karin und Peter in Richtung Island-Peak-Basislager aufgebrochen waren, weil sie den Chukhung Ri schon von einer früheren Nepaltour mit mir kannten.

Doch Kerstin, Bernd und Mayk befanden sich auf dem Weg zu dessen Gipfel. Ihnen würden wir also ganz sicher auf dem Weg begegnen. Und so war es dann auch. Kurz unter dem höchsten Punkt fand unsere “Teil”-Wiedervereinigung statt. Die richtige Wiedersehensfeier gab es noch am gleichen Abend in Dingboche, wohin wir alle gemeinsam noch abgestiegen sind.

Unsere Jungstruppe hat übrigens vollzählig den Gipfel des Chukhung Ri und damit den höchsten Punkt ihrer Tour erreicht.

Auf dem Chukhung Ri wurde fotografiert, dass die Apparate glühten. Es ist aber auch ein überwältigendes 360-Grad-Panorama dort oben, was mit dem vom Gokyo Ri und vom Kalar Pattar locker mithalten kann. Vor allem, weil man hier der gewaltigsten Felsmauer der Erde so nah ist.

Heute nun haben wir uns, jetzt wieder alle gemeinsam, auf den unvermeidlichen Rückweg gemacht. Diese news kommt schon aus Tengboche. Morgen werden wir Namche erreichen. Von dort gibt es dann endlich den von einigen zu Hause wohl schon lange erwarteten Bericht der Cho-La-Gruppe. Auf das, was ihnen so alles in den letzten sieben Tagen widerfahren ist, darf man sicher gespannt sein. Die nächste news stammt also nicht von mir sondern von den “anderen” 🙂

3 Antworten

  1. Thomas Schmidt sagt:

    Supie !!
    Den Aufstieg zum Nangkartsong kenne ich auch: hatte damals knappe 2h für hoch und runter, bevor ich zum Abendbrot zurück erwartet wurde und unseren Guide keine Sorgen machen wollte 😀
    Klasse Foto übrigens von der Ama Dablam – tolle Perspektive mit dem Zoom !!
    Genießt den Rückweg…

  2. Die Hickis sagt:

    Heute hat der Frank Geburtstag!!!
    Dazu alles Gute aus der warmen Oberlausitz ins ferne Nepal. Erlebe noch ein paar schöne Tage und kehre gesund nach Hause zurück!
    Wir freuen uns darauf, Dich wiederzusehen, hoffentlich erkennen wir unseren barttragenden Frank wieder ;o))))
    Grüße aus Lauba von Siri, Grit und Falk

  3. Liane sagt:

    Hallo Frank !

    Alles Gute zum Geburtstag wünschen die Görlitzer und Neukircher.

    Wir freuen uns schon mächtig auf Dich und sind gespannt auf Reisebericht und beeindruckende Fotos.

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