Rundherum Berge

Komischer Name für eine News. Doch ist das genau mein neues Problem. Die alten sind alle gelöst. Wir sind umgeben von hohen Bergen und die schirmen die Satelliten ab. Ich weiss also gar nicht, ob das mit dem Abschicken klappen wird. Klappt es nicht, gibt es das nächste Mal zwei hintereinander.

Wir sind also jetzt endlich zu Fuß unterwegs. Doch bevor es soweit war, gab es noch mal ziemlichen Nervenstreß. Bei der Ankunft in Skardu hatte der LO gesagt, dass er nicht am nächsten sondern erst am übernächsten Tag in die Berge starten wolle, weil er noch einen Tag länger zum Einkaufen und dem Erledigen der Formalitäten braucht. Dann wollte auch der Pole noch einen Extratag in Skardu bleiben. Plötzlich hiess es, wir fahren doch, aber erst nach dem Mittag. Dann sagte man uns, das dies nun überhaut nicht ginge, weil die Bäche und Flüsse, die mit den Jeeps zu durchqueren sind, dann zu viel Wasser führen würden. Deshalb wurde festgelegt, dass wir zwar starten werden, aber erst später so gegen 11 Uhr, weil Herr LO noch Zeit braucht. Zwischendurch fuhren wir auch mal wieder gar nicht mehr los. Als 11 Uhr längst verstrichen und es fast 13 Uhr war, standen plötzlich die Jeeps vor der Tür.

Die Brücken, über die wir hier mit unseren völlig überladenen Jeeps gefahren sind, wären in Deutschland vermutlich nicht mal für Fussgänger zugelassen. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die regelmäßig gewartet und geprüft werden.

Wir haben also tatsächlich gestern noch die Jeeptour absolviert, und es war wie die letzten Male eine ziemliche Tortur, allerdings deutlich weniger gefährlich. Auch hier gilt wieder: Es ist schwer zu beschreiben. Auf dem Weg gibt es Abschnitte, wo ich nicht gedacht hätte, dass man da mit dem Auto überhaupt langfahren kann.

Wir sind also gestern abend kurz vor 20 Uhr in Askole eingetroffen. Das Lager war schon eingerichtet, das Abendbrot stand auf dem Tisch, denn unsere Küchenmannschaft ist schon einen Tag vor uns hier eingetroffen. Ich allerdings konnte an dem ersten Essen in unserem Messzelt leider nicht teilnehmen, weil ich mir in Skardu im Hotel irgendwas eingefangen habe.

So hab ich mich heute auf der ersten Etappe von Askole nach Jhola mehr schlecht als recht durch die schon vom ersten Tag an faszinierende Bergwelt des Karakorum geschleppt. Die großen Highlights kommen aber erst noch.

Schon zwei Stunden nach unserem Aufbruch in Askole bietet sich dieses Panorama. Und so geht das nun die nächsten sieben Tage.

Morgen werden wir in Paju wieder auf unsere Begleittrekkinggruppe stoßen. Die machen dort ja einen Rasttag. Wir können das leider nicht, da wir ja sonst abermals einen Tag zurückliegen würden. Damit wir jetzt gemeinsam unterwegs sein können, müssen wir darauf verzichten. Mal sehen, ob LO und die Polen da mitspielen. Vor allem aber für die Träger ist dieser Rasttag ja gedacht. Für die Akklimatisation ist er auch nicht unwichtig. Es wird jedenfalls wieder eine ziemliche Diskussion geben. Wie die ausgeht, berichte ich dann morgen oder eben übermorgen aus Paju.

Vielleicht gefällt Ihnen auch…