Florian Hill

Wir warteten beide im Basislager des Mount Mc Kinley auf unseren Flieger nach Talkeetna. Und es stellte sich ganz schnell heraus, dass er mich kannte. Bei Recherchen zum patagonischen Inlandeis war Florian auf meine Homepage gestoßen. Ich kannte ihn nicht. Das hat sich aber nun geändert. Noch in Alaska trafen wir uns gleich mehrere Male und stellten in zahlreichen Gesprächen fest, dass wir viele Gemeinsamkeiten haben.

Wir beide leben im weitesten Sinne vom Bergsteigen, müssen also unsere Unter-nehmungen sehr ernst nehmen. Erfolg ist für uns immens wichtig, nicht zu letzt wegen der im Anschluss notwendigen Vermarktung und der Zufriedenheit unserer Sponsoren. Professionalität bei der Vorbereitung und Durchführung unserer Projekte sind also Voraussetzung, um selbst mit sich im Reinen zu sein, falls etwas nicht so läuft wie geplant. Und das ist ja an den großen Bergen der Welt eher die Regel als die Ausnahme. Meine ganzen Probleme hat er auch. Wenn das, was man früher in der Freizeit gemacht hat, plötzlich zum Beruf wird, ändert sich vieles. Wir beide wussten, wovon wir sprachen.

Nun heisst das noch lange nicht, dass man auch menschlich auf der gleichen Wellenlänge ist. Und das werden wir sicher erst im Karakorum herausfinden können. Meine Erfahrung lässt mich diesbezüglich allerdings sehr entspannt sein. Ein Profi weiss genau, worauf es ankommt, und deshalb wird er seine persönlichen Interessen und auch seine Animositäten immer dem gemeinsamen Ziel unterordnen. Ich freue mich sehr, dass Florian im nächsten Jahr unser Team am Hidden Peak verstärken wird, so dass wir nach Marios Ausscheiden nun wieder zu fünft sind. Wenn alles wie geplant läuft, werden wir in der zweiten Augusthälfte am Mont Blanc unterwegs sein. Und Sie können uns wie immer an dieser Stelle begleiten.

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