Alles auf Anfang

Am Wochenende trafen wir uns zum zweiten Mal in Vorbereitung der geplanten Expedition 2012 zum 8068 Meter hohen Hidden Peak im Karakorum. Allerdings haben wir seit dem ersten Treffen im Januar drei Teammitglieder verloren und zwei neue wieder dazu gewonnen. So war das zweite Treffen eigentlich wieder das erste. Doch ist in den letzten zehn Monaten trotzdem eine ganze Menge passiert. Wir wissen inzwischen, mit welcher pakistanischen Agentur wir unterwegs sein werden. Wir können nun auch so ungefähr sagen, welche Kosten auf uns zu kommen werden. Es gibt also ein Angebot aus Pakistan. Darüber hinaus haben wir gemeinsam mit der Marketingagentur Strategie Pur aus Leipzig ein Sponsoringkonzept erarbeitet, mit welchem wir nun an potentielle Unterstützer heran treten werden. Ein erster Gesprächstermin mit einem großen Energieversorger ist auch schon ganz viel versprechend verlaufen.

Rechts neben mir Paul Thiele aus Wurzen, dann Mario Zoll aus Chemnitz, Christoph Descher aus Potsdam und Klaus Scheunpflug aus Nauenhof. In diesem Team ist der älteste doppelt so alt wie der jüngste. Kaum zu glauben, dass ich demnächst ein Vierteljahrhundert auf Reisen gehe und einige meiner Partner inzwischen auch meine Söhne sein könnten 🙁

Ende August 2011 werden wir fünf gemeinsam eine ausgedehnte Hochtour in den Alpen unternehmen und all das gemeinsam trainieren, was dann am Hidden Peak unser tägliches Brot sein wird. Es sieht also nun tatsächlich so aus, als würde dieses Team gemeinsam zum Hidden Peak aufbrechen. Mit Mario Zoll aus Chemnitz, mit dem ich 2004 die Kajakexpedition zum Nordkap Spitzbergens unternommen habe und Christoph Descher aus Potsdam, der zwei Mal mit mir in Nepal unterwegs war, sind also auch erfahrene Expeditionäre mit von der Partie. Paul und Klaus, die beiden Neuen im Team, habe ich bei vielen gemeinsamen Klettertouren in unseren heimatlichen Bergen als zuverlässige Partner kennengelernt. Und so wie es aussieht, werden die beiden vielleicht in nicht allzu ferner Zukunft auch meine Vorsteiger sein. Ich freue mich darüber, dass es immer noch junge Leute gibt, die sich draussen an den rauen, kalten und häufig auch gefährlichen Bergen wohler fühlen als an den Kunstgriffen beheizter Kletterhallen.

Der Hidden Peak vom Gipfel des Gasherbrum II aus fotografiert. Wir schauen auf die Nordwestseite. Zu erkennen ist links unten der Gasherbrum La (Pass), auf welchem das Lager II errichtet wird. Auch die Aufstiegsroute von diesem Pass aus über die Schnee- und Eisflanken der Nordseite ist zu sehen.

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