Ende gut alles gut?

Das bedeutendste, was uns große Berge nach meiner Ansicht mit ihrer manchmal unbarmherzigen Rauhheit, mit ihren Herausforderungen aber vor allem auch mit ihrer Schönheit verschaffen, ist der veränderte Blick auf die Dinge unseres Lebens. Die Begegnung mit ihnen könnte auch ein Punkt sein, an dem wir eine neue Richtung einschlagen. Schon deshalb, weil sie mit ihren Dimensionen etwas ganz eigenartiges vermögen: Sie sorgen einerseits dafür, dass wir uns unserer Stärke und Größe bewusst werden, weil wir es mit ihnen aufnehmen konnten. Andererseits zeigen sie uns aber auch unsere Grenzen und noch viel mehr unsere Vergänglichkeit und Unbedeutendheit. Manchmal steht man ihnen aber einfach nur unmächtig gegenüber und der lang gehegte Traum vom großen Gipfel zerplatzt wie eine Seifenblase und man kann rein gar nichts dagegen tun.

Wir sind nun vor zwei Tagen in unserem Hotel in Kathmandu wieder mit Manuela und Matthias zusammen getroffen und natürlich war die Wiedersehensfreude groß. Die beiden waren schon einen Tag früher als wir von ihrem Trek in Kathmandu eingetroffen und hatten eine große Torte organisiert, mit der im übertragenen Sinne im Garten des Hotels erst mal angestoßen wurde. Dann gab es natürlich viel zu erzählen. Anschließend ging es gemeinsam auf Sightseeingtour und abends wurde dann schon das erste Mal gefeiert.

Manuela gut gelaunt

So kennen und lieben wir Manuela: Gut gelaunt, immer zu seltsamen Späßen aufgelegt und vor allem wieder gesund!

So ähnlich hat sich das dann die beiden folgenden Tage fortgesetzt. Am Sonnabend fuhren wir mit dem Bus der Agentur und Mister Binod, meinem deutschsprachigen Kathmandu-Kenner, zu den beiden wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Tal, Pashupatinath und Bhaktapur. Am Sonntag ging es zur großen Stupa in Bodnath, dem tibetischen Viertel der Hauptstadt und anschließend wurde noch das letzte Geld ausgegeben. Den Abschlußabend haben wir bei ausgezeichnet gemachter Live-Musik in einer meiner Stammkneipen, dem „New Orleans” verbracht.

Tja und nun sitzen wir auf dem Flughafen und hoffen, dass alles glatt läuft und wir problemlos nach Hause kommen. Dann wird Bilanz gezogen, und ich hoffe, dass es vielleicht den einen oder anderen Erlebnisbericht für meine zukünftigen Gäste geben wird. Denn ob und wie es meinen Gästen hier in Nepal gefallen hat, und welches die wichtigen Erfahrungen sind, die man von hier mit nach Hause bringt, dass können sie am besten selbst erzählen. Schauen wir einfach in den nächsten Wochen mal nach, ob sich jemand ein Herz gefasst und die Zeit für einen Erlebnisbericht genommen hat!

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