Ein besonderer Tag nicht nur für die Sherpas

Es ist der wichtigste Feiertag der Sherpas, Lhosar, das tibetische Neujahrsfest. Seit Tagen wird Essen vorbereitet, kleine Altäre mit Süßigkeiten aufgeschichtet und Geld gesammelt, für die große Party, die gleich mal drei Tage dauern wird hier in Namche Basar. Ab morgen versammeln sich sämtliche Sherpas des Dorfes in einer großen Lodge hier im Ort, um gemeinsam zu essen, zu spielen und zu feiern. Der heutige Neujahrstag selbst begann sehr zeitig. Schon früh um drei Uhr wurde aufgestanden, um von einer Quelle Wasser zu holen. Bei uns in der Lodge wurde das Wasser dann in Gefäße auf dem Opferaltar geschüttet. Dann sind alle noch mal ins Bett. Am zeitigen Morgen rumorte es dann schon wieder in der Küche. Changsuppe und Buttertee wurden zubereitet, kleine Süßigkeitenteller zurechtgemacht und die Festtagskleidung angelegt.

Lhosar

Von links nach rechts: Pemba, die Frau vom Chef, Natang, der Chef selbst und die
jüngste Tochter, Dawa Yanji in ihrer Festtagskleidung im Dinningroom.

Anschließend gab es so eine Art kleine Bescherung für uns Gäste. Changsuppe und gesalzener Buttertee wurden serviert (sehr gewöhnungsbedürftig für uns Mitteleuropäer). Für alle gab es einen kleinen „Bunten Teller” mit einer Mandarine, Gebäck und Bonbons. Zum Schluss hängte uns Pemba dann noch die Kata um, der Seidenschal, welcher hier der universelle Glücksbringer ist. Es ist unser letzter Tag hier in den Bergen und da hat diese Zeremonie sehr gut als schöner Abschluss in unseren Reiseplan gepasst.

Morgen geht es nun zurück nach Lukla und dann nach Kathmandu, wo wir noch drei Tage im quirligen Treiben der nepalesischen Hauptstadt eintauchen werden. Die Zeit mit Sightseeing und Einkäufen wird wie im Flug vergehen, bis es dann endgültig wieder heimwärts geht und der Alltag meinen Gästen hoffentlich weniger schnell etwas anhaben kann als sonst.

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