Wegfahren und Wiederkommen

Wenn jemand nur oft genug von daheim wegfährt, um immer wieder an den gleichen Ort zu reisen und anschließend von dort wieder nach Hause zurückkehrt, dann wird der anfangs einmal fremde Ort mit der Zeit ebenfalls zu einem Zuhause. Genauso ist es inzwischen bei mir. Ich bin gerade zum achtundzwanzigsten Mal in Nepal angekommen.

Wenn diese kommenden acht Wochen Nepal vorbei sind, dann werde ich hier mehr als fünf Jahre verbracht haben. Es ist auch zu einer Art Heimat geworden genauso wie Leipzig. Ich bin also von einem Zuhause weg gefahren und in einem anderen angekommen.

Mein Freund Te Kumar Rai empfängt uns jedes Jahr mit Blumengirlanden und seiner erfrischenden Fröhlichkeit.

Diese Rückkehr nach Nepal verlief bis jetzt erfreulich reibungslos. Es ist ja so, dass ich schon ein bisschen nervös bin, ob alle pünktlich am Flughafen eintreffen, ob man unsere Gepäckmassen problemlos eincheckt oder irgendjemand bei der Handgepäckkontrolle Probleme damit hat, dass meins 20 Kilo wiegt.

Auch große Lithium-Ionen-Akkus oder Satellitentelefone machen mir immer mal wieder Schwierigkeiten. Ich habe da schon die skurrilsten Sachen erlebt. Aber nein alles lief tiefenentspannt ab. Sowohl bei uns als auch bei den vier anderen, die erst in Istanbul zu uns gestoßen sind. Niemand hat sich beschwert. Und am wichtigsten ist, dass es unser Gepäck ebenfalls vollständig nach Nepal geschafft hat.

Besonders störungsfrei verlief unsere Fahrt vom Flughafen ins Hotel. Das kann mitten im Verkehrsinfarkt in Nepals Hauptstadt auch mal ein paar Stunden dauern. Doch gestern am Sonnabend war Feiertag.

Auch der Empfang in Kathmandu, die aufregende Fahrt in unser Hotel, der erste Spaziergang durch das quirlige Treiben in Thamel und unser erster Abend in meinem Lieblingsrestaurant. Alles perfekt! Unsere Ankunft in Kathmandu hätte nicht besser laufen können.

Trotzdem bin ich an unserem ersten Tag in Nepal noch ziemlich nervös. Denn die wichtigste Hürde wartet ja am zweiten Tag auf uns. Wird das Wetter gut genug für unseren Flug nach Lukla sein? Fliegen wir oder fliegen wir nicht? Das ist hier die Frage.

Mein Lieblingsrestaurant in Kathmandu ist traditionell immer der Anlaufpunkt an unserem ersten Abend in Nepal. Tibetian Hotpot, sehr lecker!

Als wir vom Abendessen ins Hotel zurückgekehrt waren, gab es eine beunruhigende Nachricht. Wir müssten nicht schon um halb Fünf Uhr aufstehen. Es würde reichen, wenn wir erst um Sieben zum Flughafen fahren. Aha. Offensichtlich war der Wetterbericht so ungünstig, dass man uns länger schlafen lassen konnte. Sonst geht es immer schon kurz nach Fünf vom Hotel Richtung Airport.

Wir sind nicht die einzigen, die auf besseres Wetter warten. In ganz Nepal geht im Moment flugwettertechnisch nichts.

Und nun sitzen wir hier und harren der Dinge, die noch kommen oder eben nicht. Die Informationen sind allerdings wenig ermutigend. Da wir Kontakt zu unseren Trägern haben, die in Lukla auf uns warten, wissen wir über das miserable Wetter dort bestens Bescheid. Sie sind übrigens aus dem Heimatdorf von Kumar, meinem Co-Guide, zu Fuß dorthin gelaufen. Der kleine Airstrip in Lukla ist geschlossen. Alles voller Wolken. Es gibt natürlich immer Hoffnung, dass die Sonne die Wolken noch wegheizt. Noch sind unsere Flüge nicht gestrichen. Allerdings ist es schon nach 10.00 Uhr…

7 Antworten

  1. Veronica sagt:

    Schön, dass alle gut in Kathmandu angekommen sind!! Toi toi toi für den Weiterflug nach Lukla!!!
    Herzliche Grüße an euch alle!! Veronica

  2. elke sagt:

    Ich wünsche euch allen Lieben, eine traumhaft, schöne Zeit , und jede Sekunde ist es wert in Nepal zu reisen. Egal was da alles so auf euch zukommt. Bitte grüßt mir alle ganz lieb. Du machst das schon alles lieber Olaf . Liebe Grüße Elke

  3. Ute Helmers sagt:

    Lieber Olaf und liebe Gruppe! Wir drücken euch allen ganz fest die Daumen – vielleicht habt ihr es ja schon geschafft und seid inzwischen in Lukla gelandet!
    Wie schön, nun wieder Nepal Nachrichten lesen zu können…..
    alles Gute für Euch!
    Ute und Stephan

  4. Wolfgang Jähne sagt:

    hallo olaf.wünsche dir und deinen Gästen alles Gute viel Spas,und k
    ommt gesund wieder heim.wie ich gesehen habe ist Mario auch dabei,ich drüke euch die Daumen für die 6000-Meter
    Alles Gut Wolfgang

  5. Gunter Müller sagt:

    Lieber Olaf und Gruppe,
    wir wünschen eine tolle Zeit in Nepal und so ein traumhaftes Wetter wie wir es hatten. Wir werden in Gedanken bei euch sein und diese Reise verfolgen. Für uns war es ein wunderschönes Erlebnis.
    Olaf, kannst du dem Kumar etwas ausrichten. Wie sind noch dran zwecks Besuch in Deutschland.Im Momend wollen die Behöden nicht so wie wir es wollen. Kann frühestens mitte März mich weiter darum kümmern.

  6. Kerstin Franz sagt:

    Herzliche Grüße aus Wusterhausen an die Skiba Familie und viel Spaß an die ganze Truppe LG Kerstin und Horst

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