Verschlagwortet: Nepal

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Einer trage des anderen Last

Dieses berühmte Wort des Apostels Paulus aus dem Brief an die Galater ermahnt zu Brüderlichkeit und Solidarität und ist heute so aktuell wie vor 2000 Jahren. Ich muss zwangsläufig an dieses Paulus-Wort denken, wenn ich in Nepal bin. Hier ist es alles andere als eine mahnende Metapher. Hier ist es bittere Realität.

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Grits Reisefazit

Inzwischen sind wir gut in Kathmandu gelandet. Unser Rückflug von Lukla in Nepals Hauptstadt ging abermals völlig reibungslos über die Bühne. Das gute Wetter blieb uns weiterhin treu,  wir hatten den günstigen ersten Flug gebucht und schon kurz nach 8.00 Uhr checkten wir in unserem Hotel am Chetraphati ein. Doch nun halte ich die Klappe und übergebe Grit die Tastatur…

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Der Antrag

Wenn ich so den ganzen Tag vorneweg laufe, dann suchen die Augen den Weg, die Beine gehen ihn, aber in mein Bewußtsein dringt dieser Vorgang nicht. Ich bin frei, in Ruhe nachzudenken. Über eine verlorene Liebe oder falsche Entscheidungen. Über die Zukunft, über das am letzten Abend Gelesene oder aber darüber, was ich momentan tue. Ob ich es gut und richtig mache. Was die Leute von mir denken. Und was überhaupt die Aufgaben desjenigen sind, der hier vorneweggeht.

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Dünne Luft!

Die Luft wird dünner. Wir sind ständig außer Atem. Aber wir haben es nicht anders gewollt. Daran können wir derzeit nichts ändern, es sei denn wir kehren um. Aber das will hier niemand. Woran wir aber sehr wohl etwas ändern können, ist unsere Anpassung an den sich ständig vermindernden Sauerstoffpartialdruck. Doch das ist Arbeit. Nicht unbedingt für uns, wohl aber für unsere Körper. Ein seltsamer Widerspruch? Nein.

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Was bleibt? Das Jahr 2025

Der erste Gedanke zum soeben vergangenen Jahr galt einer kurzen Begegnung mit Bernd Arnold. Ich traf ihn während einem meiner Vorstiegskurse am Fuße des Daxensteins im Bielatal. Ich teilte meinen beiden Klettergästen mit, dass sie gerade vor einer lebenden Legende des Sächsischen Kletterns stehen. 900 zum Teil extrem schwierige Erstbegehungen gehen hier auf sein Konto. 

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Die unverheiratete Tochter

Die höchsten und dann die zweithöchsten! Inzwischen sogar die dritthöchsten und das Ganze natürlich in Höchstgeschwindigkeit. Am besten auch noch im Winter und auf gefährlichen Routen. Steck, Boukreev, Göschel und viele andere mahnen. Es ist nicht so einfach, als Alpinist heute noch ins Gespräch zu kommen oder zu bleiben. Immer schneller, immer schwieriger, immer gefährlicher!

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Zum Tod von Laura Dahlmeier

Vielleicht ist es eine ganz überflüssige Sache, sich darüber Gedanken zu machen. Und natürlich bewegt man sich auf sehr dünnem Eis. Ganz schnell steht man im Auge des Shitstorms, wenn man eine andere Meinung hat als der Mainstream. Doch ich habe mich geärgert, und deshalb gibt es jetzt diesen Text.

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Die eiserne Lady, Teil 3

Elizabeth fiel auf. Eine junge Amerikanerin allein in Kathmandu? Sie wurde sehr rasch in die High Society von Nepals Hauptstadt aufgenommen. Und sie passte dort auch gut hin. Sie hatte als Korrespondentin für die Time Inc. und als Verfasserin von Dossiers zur politischen Lage in Nepal für die Knickerbocker Foundation gleich zwei Einkommen, und so konnte sie sich einen komfortablen Lebensstil leisten.

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Die eiserne Lady, Teil 2

Wieder so ein Vorurteil. Ich hätte darauf gewettet, dass Elisabeth Hawley Britin ist. Eine konservative britische Lady wie sie im Buche steht. Aber sie  wurde 1923 in Chicago geborgen. Ihr Großvater, Akademiker und erfolgreicher Unternehmer, brachte es zu Wohlstand und stieg zu einem der angesehensten Bürger Chicagos auf. Auch seine Frau, Elizabeths Großmutter, hatte studiert, was zu dieser Zeit mehr als ungewöhnlich war.

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Das etwas andere Fazit

Nachdem wir am 16. April den Amphu Labtsa überwunden hatten, waren die heiklen Tage geschafft, und ich schwebte vor Erleichterung regelrecht duch die Berge. Die Tour war aber noch nicht vorbei, ganz im Gegenteil. Gleich der Tag nach dem Pass, war noch einmal dazu geeignet, diese tapfere Gruppe abermals auf die Probe zu stellen. Wir mussten wegen Zeitknappheit zwei Tagesetappen zusammenfassen. Das war nach dem superanstrengenden 12-Stunden-Tag über den Pass keine Selbstverständlichkeit.

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In der Falle, Teil 2

Das war eine der denkwürdigsten Nächte auf dieser Reise. Schneit es noch? Ja es schneit noch. Das Rieseln der Flocken auf dem Zeltdach ist unüberhörbar. Wieviel Schnee liegt schon? Zu viel für die Träger? Werden sie morgen früh streiken wie beim unserem letzten Versuch vor 10 Jahren? Oder vielleicht noch schlimmer: Werden sie gehen und es passiert etwas?

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In der Falle, Teil 1

Als Bernd auf dem Gipfel seine Handschuhe auszog, um zu fotografieren, war das Unglück unübersehbar. Selbst hatte er es scheinbar noch gar nicht mitbekommen. Ich erwähnte es schon im letzten Blog. Große Höhe, gepaart mit bitterer Kälte und Wind bedeutet immer Erfrierungsgefahr. Und nun war es passiert.

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Punktlandung

Es ist eine große Last von mir abgefallen. Aber es ist nicht nur Erleichterung, die ich spüre. Ein klein wenig Wehmut vermischt mit Traurigkeit ist auch dabei. Zum einen liegt das daran, dass dies meine letzte Tour sein wird, auf der ich Gäste auf einen über 6000 m hohen Berg im Himalaya geführt habe.

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Am Ziel

Damit es keine Missverständnisse gibt: Noch waren wir nicht oben. Aber wir sind heute (10.04.) immerhin im Basislager des Mera Peaks angekommen. Doch vorher gab es auf unserem Weg noch eine Menge Ursprünglichkeit. Ich denke ja, dass dies vielleicht nicht jedermanns Sache ist. Doch ich bin ein großer Fan.

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Trekkingroutine

Die Augen suchen den Weg, die Beine gehen ihn, aber in mein Bewußtsein dringt dieser Vorgang nicht. Gehen wird zu einer Art Meditation. Ich bin mit meinen Gedanken entweder ganz woanders, was eher selten passiert. Oder ich bin am Schauen. Meistens aber denke ich gar nicht. Ich gehe nur. Und da bin ich ganz bei der Sache.

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Kulturbeitrag

Nach zwei Khumbu-Touren innerhalb weniger Jahre starte ich jetzt mit dieser ganz besonderen Truppe in Richtung Mera-Peak. Bereits auf dem Hinflug gab es viel Gelächter, viele gute Sprüche und noch bessere Gespräche.

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Die neuen Alten

Um Missverständnissen vorzubeugen. Mit „alt“ ist nicht die Zahl an Jahren gemeint, welche die Neuankömmlinge auf dem Buckel haben. Außerdem würde ich mir da ins eigene Fleisch schneiden. Nein, gemeint ist ein besonderer Umstand, den ich sehr erfreulich und deshalb erwähnenswert finde.

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Mera – Der höchste Punkt.

Das menschliche Streben nach Anerkennung treibt seltsame Blüten. Die einen stacheln sich selbst zu geradezu unerhörten Leistungen an, um einem ruhmlosen Leben in der Bedeutungslosigkeit zu entgehen, die anderen wollen das auch,  tun aber nur so, als würden sie etwas großartiges leisten. Sie versuchen es nicht einmal.

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Die letzte Hürde, Teil 2

Die Überschreitung des Kongma La startet mit dem Übergang über den Khumbu-Gletscher. Schnell merkt der Aspirant, dass hier viel seltener Leute unterwegs sind. Die Route ist weniger eindeutig, auch spärlicher durch Steinmänner gekennzeichnet und so deutlich mühsamer als die Überquerung des Ngozumba-Gletschers.

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Die letzte Hürde, Teil 1

Es gibt sechs Pässe im zentralen Khumbu, die regelmäßig begangen werden, wenn auch in ganz unterschiedlicher Frequenz. Der höchste und nur relativ selten begangen ist der West Col, welcher das Hongku Tal mit der Makalu Range verbindet. Er ist über 6000 m hoch.

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Glück muss man haben

In einem früheren Blog hatte ich es ja schon vermerkt. Das Wetter hier bei uns war meistens gut, aber eben nicht immer. Es ließ zu Wünschen übrig, nicht nur an dem Morgen, als wir nach Lukla fliegen wollten.

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Nepals größter Gletscher

Am vergangenen Dienstag (11.03.) gab es für mich wieder einmal eine verblüffende Erkenntnis. Wir sind von der Gokyo-Alm nach Dragnag aufgebrochen, um von dort aus den Cho La-Pass (5420 m) in Angriff zu nehmen . Der kürzeste Weg dorthin führt über den Ngozumba-Gletscher.

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Gute Tage, schlechte Tage

Was macht hier auf dem Trek eigentlich einen guten und was einen schlechten Tag aus? Das habe ich mich auf dem Weg hinauf nach Gokyo gefragt. Was ist ein guter Tag für mich, was ein schlechter? Und wie sieht das bei meinen Gästen aus? Die Vermutung liegt nahe, dass es da ganz eklatante Unterschiede gibt.

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Khumbu-Trek, der 40ste

Meine 40. Gästetour in Nepal ist inzwischen nach ein paar anfänglichen Herausforderungen auf vier Rädern in vollem Gange. Wir sind in Namche eingetroffen. Seit nunmehr 27 Jahren führe ich meine Gäste durch die Everest-Region des Himalayas. Oft zwei Gruppen pro Jahr.

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Jeep-Rodeo

Ich bin ja abenteuerliche Jeepfahrten vor allem aus Pakistan schon gewöhnt. Außerdem sollte die Fahrt von Phaplu nach Surke kurz vor Lukla nur sechs Stunden dauern. Das dürfte noch zumutbar sein, hoffte ich. Meine Gäste mussten ja möglichst bei Laune bleiben. Deshalb sollte es nach dieser Busfahrt bitte keine Pleiten, Pech und Pannen mehr geben.

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