Das Klettern boomt. Die Entwicklung in den letzten 30 Jahren ist diesbezüglich atemberaubend. Es wäre sicher lohnend, sich Gedanken darüber zu machen, warum das eigentlich so ist. Das erste, was mir dazu einfällt, ist die zunehmende Abwesenheit von greifbaren Zielen in unserem Alltag. Sie kommen uns abhanden, vor allem in unserem Berufsalltag. Zahlen und Termindruck bestimmen unser tägliches Arbeitsleben und immer weniger das sichtbare und mit Händen zu greifende Produkt schöpferischer Arbeit.
Der Kampf gegen die Schwerkraft ist bei Licht betrachtet ein seltsames Hobby von uns Menschen. Fast schon ein Phänomen. Und die Meinungen darüber sind sehr geteilt. Die einen sagen, Klettern sei völlig verrückt und kreuzgefährlich, die anderen sind dermaßen leidenschaftlich bei dieser Sache, dass es ohne nicht mehr geht.
Als eingefleischter Elbsandsteinliebhaber bin ich gefährdet. Vorurteile drohen! Wenn ein Klettergebiet Sportkletterer magisch anzieht, dann, so mein Vorurteil, werde ich dort bestimmt nicht glücklich. Bestrickmützte Köpfe, nackte Oberkörper, testosterongeschwängerte Luft. Nichts für mich. Und deshalb wäre ich auch nie auf die Idee gekommen, nach Leonidio zu reisen. Schließlich sollte dieser Ort ein Hotspot für Sportkletterer sein. Aber wie es eben so ist, manchmal hält das Leben Überraschungen bereit.
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