Untersuchungen zur Wirkung von Inulin aus Topinambur auf Menschen unter Extrembelastungen am Beispiel von Bergsteigern einer Hochgebirgsexpedition

Krüger, M.; Schrödl, W.; Taye, J.; Michl, O. und Rieck, O.

1. Einleitung

Extremsportler wie z.B. Hochgebirgs-Bergsteiger unterliegen mit Abstand den größten physischen und psychischen Belastungen mit Langzeitwirkung, verglichen mit anderen sportlichen Betätigungen bzw. extremen Belastungssituationen. Von Marathonläufern (Brock-Utne et al., 1988) und Kosmonauten (Schulze et al., 1986) ist bekannt, daß diese Extrembelastungen sowohl zu drastischen Veränderungen immunologischer, stoffwechselphysiologischer und endokrinologischer als auch bakteriologischer Parameter des Magen-Darm-Kanals führen.

Die häufigsten körperlichen Beeinträchtigungen, die oberhalb von 5000 m über dem Meeresspiegel unter Langzeiteinwirkung die Bergsteiger in ihrer Leistungsfähigkeit beeinflussen, sind dem Sauerstoffmangel, der Kälte und der extremen körperlichen und physischen Belastung geschuldet. Dazu gehören vor allem Schwindelgefühl, Benommenheit, Kopfschmerzen, Abdominalschmerzen, Erbrechen, Diarrhoe, Fieber, Appetitlosigkeit, schleichender Kräfteverfall und erhöhte Pulswerte. Verbunden damit ist auch häufig eine gesteigerte Aggressivität der Extremsportler, die das Zusammenleben in engster Gemeinschaft erschweren (Rieck, pers. Mitteilung, 1999).

Diese klinischen Symptome sind aus dem Leistungssport und der Traumatologie als Endotoxin-bedingt bekannt (Rietschel et al., 1993, Brock-Utne et al., 1988). Die Ursache dieser Körperreaktion im Hochgebirge ist in erster Linie dem Sauerstoffmangel geschuldet, der zu Ischämien (Blutmängel) besonders am Magen-Darm-Trakt führt. Dadurch ist die Barrierefunktion dieses Hohlorgans, das von der Fläche her einem Fußballfeld gleichzusetzen ist, nicht mehr gewährleistet. Die Folge ist der Übertritt von bakteriellen Endotoxinen in die Zirkulation.

Bakterielle Endotoxine sind Zellwandkomponenten bestimmter Bakteriengruppen (Gram-negative, Beispiel - E. coli, Salmonellen, Campylobacter), die massiv in den Energiestoffwechsel (Blockierung der Glukoseaufnahme durch die Zellen infolge Downregulierung, später Blockierung des Fettstoffwechsels) in das Immunsystem und in das neuroendokrine System eingreifen. Die Folge sind extrem erhöhte Krankheitsanfälligkeit (Durchfälle, Infektionen der oberen und tiefen Respirationsorgane) und Beeinflussung der körperlichen Leistungsfähigkeit durch Inappetenz (das in den Körper gelangte Endotoxin induziert sogenannte Immuntransmitter, z.B. Tumornekrosefaktor a, der das Hormon Leptin = Appetitzügler induziert). Endotoxin führt zur sogenannten dissiminierenden intravasalen Koagulopathie, also zu Gerinnungsstörungen, die zur Unterversorgung essentieller Organe wie Gehirn, Magen-Darm-Trakt und Haut mit Sauerstoff und Energieträgern führen (Hurley, 1995; Olson et al., 1995; Häni et al., 1973a). Die anfangs erwähnten typischen "Bergsteigersymptome" sind die Folge.

Inulin, ein Polymer der Fruktose kommt in Pflanzen wie Zwiebel, Spargel, Zichorie und Topinambur vor. Topinambur, eine ursprünglich in den Hochgebirgsregionen der Anden wachsende Knollenfrucht enthält Inulin als Speicherstoff. Das daraus gewonnene Inulin-Produkt hat nach oraler Applikation einen stimulierenden Effekt auf die Magen-Darm-Flora. Es unterstützt und stimuliert die sogenannte authochtone Bakterienflora, die dadurch in ihrer Konzentration zunimmt und besonders im Dickdarmbereich wichtige Energieträger für die Darmepithelzellen liefert (Milchsäure, Essigsäure, Propionsäure und Buttersäure). Von Bedeutung sind hier besonders die Laktobazillen , Bifidobakterien und Propionibakterien. Ihre Stoffwechselprodukte führen zu einer Stabilisierung des mikroökologischen Gleichgewichtes der Magen-Darm-Flora, zu einer MInderbelastung des menschlichen Stoffwechsels mit toxischen Produkten besonders des Eiweißstoffwechsels. Diese ausgesprochen positiven, präbiotischen Eigenschaften und die antiinflammatorische Wirkung von Fruktosen per se dichten die Darmbarriere ab und reduzieren bzw. verhindern die oben infolge von Translokationen von Endotoxinen beschriebenen pathophysiologischen Reaktionen.

Das Ziel der durchgeführten Untersuchungen bestand darin, die Wirkung von Inulin nach oraler Applikation auf Befindlichkeiten, Erkrankungshäufigkeiten und Leistungsvermögen von Hochgebirgsbergsteigern zu untersuchen. Vor Beginn und nach Abschluß der Expedition wurden Blutproben und Kotproben von den Bergsteigern entnommen, um den Einfluß von Inulin und der Belastung auf den Keimgehalt des Kotes und auf die Blutparameter wie bakterielles Endotoxin, C-reaktives Protein (Akute-Phase-Protein) und Antikörper gegen Endotoxin zu untersuchen. Die Expedition führte in den Himalaja und dauerte 65 Tage. Innerhalb dieser Expedition wurden 26 d oberhalb von 5000 m über Meeresspiegel zugebracht. Der höchste Punkt, den alle Bergsteiger auch erreichten, war der 6734 m hohe Cho Polu.

2. Material und Methoden

2.1. Versuchspersonen

Kontrollgruppe:
O.R., 35 Jahre, 68 kg Ausgangsgewicht
D.R., 60 Jahre, 64 kg "
Versuchsgruppe:
M.W., 26 Jahre, 69 kg "
G. J., 59 Jahre, 73 kg "

2.2. Testsubstanz

Inulin aus Topinambur der Firma Wildfrucht GmbH, Dabendorf, in Pulverform.

2.2.1 Dosierung - Vorbereitungsphase über 2 Wochen:
1. Woche je 5 g früh und abends,
2. Woche je 10 g früh und abends.

2.2.2. Versuchsphase über 65 Tage:
Über den gesamten Zeitraum wurden früh und abends je 10 g Inulinpulver oral aufgenommen. Die Aufnahme erfolgte nach Lösung in Flüssigkeit (Wasser, Tee, Saft).

2.3. Prüfparameter

2.3.1. Eigenkontrollparameter

Die in Eigenbeobachtung bzw. Eigenkontrolle erfaßten Symptome, Parameter bzw. Befindlichkeiten wurden wie folgt bewertet:
Allgemeine pathophysiologische Parameter:

Bewertung Appetit
1 = gut; 2 = mittel; 3 = ohne

Kopfschmerz
0 = nicht vorhanden; 1 = leicht; 2 = mittel; 3 = stark; 4 = sehr stark

Benommenheit
dto.

Schwindelgefühl
dto.

Aggressivität
dto.

Fieber (F)
38,0C = 1; 38,1 - 39,0 C = 2; > 39 C = 3

abdominale Schmerzen
0 = nicht vorhanden; 1 = leicht; 2 = mittel; 3 = stark; 4 = sehr stark

Erbrechen (E)
Häufigkeit pro Tag

Herz-Kreislauf-Parameter:
Pulsmessung morgens, abends

Magen-Darm-Trakt:
Stuhlhäufigkeit (Entleerungen pro Tag)

Kotkonsistenz
0 = normal; 1 = etwas zu fest, etwas zu weich; 2 = ziemlich weich; 3 = sehr fest; 4 = dünn; 5 = sehr dünn; 6 = dünnflüssig, Kotverhalten; 7 = trübes Wasser; 8 = klares Wasser

2.3.2. Blutparameter

Parameter Test Untersuchungseinrichtung
Endotoxin LAL BioControl GmbH, Holzhausen
C-reaktives Protein ELISA Institut für Bakteriologie und Mykologie
Anti-Endotoxin-Antikörper ELISA Institut für Bakteriologie und Mykologie

Die Proben wurden 14 d vor, direkt vor und nach der Expedition gewonnen.

2.3.2. Kotuntersuchung

Sie erfolgte quantitativ auf Gesamtkeimzahl, Zahl Gram-negativer Bakterien und Keimzahl an Clostridium perfringens. Der qualitative Keimnachweis bezog sowohl bakterielle als auch pilzliche Erreger mit ein. Zur Untersuchung wurde Einfachagar, McConkey-Agar, 5%iger Hammelblutagar und Neomycin, Polymyxin-Blutagar (SIFIN) verwendet.

2.4. Statistische Auswertung

2.4.1. Eigenkontrollparameter

Zum besseren Vergleich wurden die Mittelwerte mit Standardabweichung über folgende Zeiträume gebildet:

Zeitraum
a) vor Abflug 13 d
b) Abflug, Akklimatisation, Aufstieg 5000 m 28 d
c) > 5000 m 26 d
d) Abstieg, < 5000 m, Rückkehr 11 d

Aufgrund der Gruppengröße erfolgte keine statistische Berechnung. Die Werte (score-Werte) ergeben sich pro Zeitraum aus der Summation der Einzelwerte dividiert durch die Anzahl der Tage pro Zeitraum.

2.4.2. Blut- und Kotparameter

Die erfaßten Parameter werden pro Einzelpersonen in ihrem Verlauf dargestellt.

3. Ergebnisse

3.1. Eigenkontrollparameter

3.1.1. Allgemeine pathophysiologische Erscheinungen

Aus Tab. 1.1. sind die von den Bergsteigern pro Tag in den einzelnen Zeiträumen protokollierten allgemeinen pathophysiologischen Erscheinungen wie Fieber, Erbrechen und abdominale Schmerzen als score-Werte dargestellt. Die Kontrollgruppe ist stärker von Erkrankungserscheinungen belastet. In Tab. 1.2. sind die score-Werte der einzelnen Zeiträume für die Parameter Appetit, Kopfschmerz, Benommenheit, Schwindelgefühl und Aggressivität dargestellt. Auch hier treten bei den Kontrollbergsteigern die Symptome häufiger auf.

3.1.2. Herzkreislaufsystem

In Tab. 2 und Abb. 2 und 3 ist der Mittelwert der Pulsfrequenz der Früh- und Abendfeststellung mit Standardabweichung und prozentual auf den Basiswert bezogen dargestellt. Die auf die einzelnen Zeiträume bezogenen Mittelwerte weichen kaum voneinander ab.

3.1.3. Respirationstrakt

In Tab. 3 und Abb. 8 und 9 sind die score-Werte dargestellt. Der Kontrollbergsteiger O.R. und der Versuchsbergsteiger M.W. waren über weite Strecken der Expedition unter respiratorischen Erkrankungserscheinungen erkrankt. Der bereits im Zeitraum b) stark erkrankte O.R. infizierte M.W., der aber erst im Abschnitt c) deutliche Symptome zeigte. Der Einfluß der Inulinapplikation läßt sich hier nicht belegen.

3.1.4. Magen-Darm-Trakt

In Tab. 4 und Abb. 10 und 11 sind die Ergebnisse zur Wirkung von Inulin auf den Magen-Darm-Trakt dargestellt. In die score-Werte sind sowohl Abweichungen in der Konsistenz als auch Kotverhalten integriert. Besonders Zeitraum d), der die Gesamtbelastung nach einer Hochgebirgsexpedition in sich summiert (M. Walter, pers. Mitt. 1999), muß besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

3.1.5. Körpergewicht

Körpergewichtsverluste traten nur in der Kontrollgruppe auf. In Tab. 5 und Abb. 12 sind die Ergebnisse dargestellt.

3.2. Immunologische Parameter

Die Ergebnisse der immunologischen Untersuchungen sind in Tab. 6, 6 a und Abb. 13, 14 und 15 dargestellt. Anhand des Vergleichs der geprüften Parameter vor und nach der Expedition fällt bei beiden Versuchsbergsteigern eine geringere Aktivierung des C-reaktiven Proteins auf.

3.3. Bakteriologische und mykologische Parameter

Die Ergebnisse sind in Tab. 7 und 7a dargestellt. Bei beiden Versuchsbergsteigern kam es 14 nach Inulinapplikation und zum Expeditionsbeginn im Gegensatz zu den Kontrollbergsteigern zu einer Konzentrationssteigerung um je eine Zehnerpotenz in den Parametern Gesamtkeimzahl und Gram-negative Keimzahl. Demgegenüber sanken diese Parameter bei den Kontrollbergsteigern um je eine (O.R.) bzw. nahezu 3 Zehnerpotenzen. Zum Zeitpunkt der Rückkehr lagen die Verhältnisse bei den Versuchsbergsteigern nahezu unverändert vor, bei den Kontrollbergsteigern (O.R.) noch erniedrigt, zusätzlich mit relativ hohem Clostridium perfringens-Gehalt. Bei den Versuchsbergsteigern wurde in geringer Konzentration Candida tropicalis nachgewiesen.

4. Diskussion der Ergebnisse

Die durch Selbstbeobachtung erfaßten allgemeinen, respiratorischen und Magen-Darm-Trakt-assoziierten Parameter lassen deutlich den Schluß auf eine Verbesserung der Gesundheit und der Leistungsfähigkeit der Bergsteiger durch Inulinapplikation unter Hochgebirgsbedingungen zu. Besonders der bei den Versuchsbergsteigern kaum veränderte Appetit ist ein wesentlicher Hinweis darauf. Auch die "Parameter" Kopfschmerz, Benommenheit, Schwindelgefühl und Aggressivität deuten darauf hin, daß die physische und psychische Belastbarkeit der Inulingruppe besser als bei der Kontrollgruppe war. Bei M.W., dem Expeditionsleiter, wird bei "Aggressivität" besonders der Zeitraum b) (Akklimatisation und Errichtung des Basislagers) deutlich, der bei ihm durch zahlreiche organisatorische Probleme mit den zulassenden Behörden geprägt war.

Von größter Bedeutung sind jedoch die bakteriologischen und immunologischen Ergebnisse. Bei beiden Inulinprobanden stabilisiert sich die Stuhlflora 14 d nach Applikation (Tab. 7), während in der Kontrollgruppe bedingt durch den Stress der Abreisevorbereitungen ein zum Teil dramatischer Abfall festzustellen war. Diese Differenz, die gegenüber dem Ausgangswert sehr groß ist, wird nur bei D.R. zum Zeitpunkt der Rückkehr den Normalbereich erreichend nachgewiesen. Bei O.R. ist der Ausgangswert nicht erreicht worden. Die Inulinsupplementierung von Extremsportlern ist somit eine Möglichkeit, die physische und psychische Leistungsfähigkeit der Sportler zu stabilisieren. Unter den Bedingungen des Hochgebirgsbergsteigens dürfte sich die Stabilisierung der Leistungsfähigkeit auch positiv auf Abstürze infolge Kräfteverfalls auswirken. Aufgrund des wissenschaftlich belegten Niederbruchs der Magen-Darm-Barriere infolge Sauerstoffmangels wäre die Ausrüstung von Bergsteigern und anderen Extremsportlern mit Inulin oder ähnlichen Produkten ein Weg, um den Endotoxin-assoziierten Beeinträchtigungen des Stoffwechsels, der Psyche und des Immunsystems vorzubeugen.

5. Referenzen

Häni, H.; König, J.; Nicolet, J. u. Scholl, E. (1973b) Zur Haemophilus-pleuropneumonie des Schweines. VI. Pathogenese, Schweiz. Arch. Tierheilkkde 115, 205-212

Olson, N.C.; Hellyer, P.W.; Dodam, J.R. (1995) Mediators and vascular effects in response to endotoxin Br. Vet. J. 151, 489-515

Hurley, J.C. (1995) Endotoxemia: Methods of detection and clinical correlates. Clin. Microbiol. Rev. 8, 268-292

Rietschel, E.T.; Kirkae, T.; Schade, F.U.; Ulmer, A.J. u.a. (1993) The chemical structure of bacterial endotoxin in relation to bioactivity Immunobiology 187, 169-190

Brock-Utne, J.G.; Gaffin, S.L.; Wells, M.T.; Gathiram, P. u.a. (1988) Endotoxemia in exhausted runners after a long-distance race. SAMJ, 73; 533-536


Tab. 1.1.: Allgemeine pathophysiologische Erscheinungen (Fieber, Erbrechen, abdominale Schmerzen) unter Langzeitbelastungen (65 d) und Inulinsupplementierung
(KB ohne Inulin), Umrechnung auf Gesamterscheinungen/Tag des Zeitraums
Zeitraum KB1) O.R. KB D.R. VB2) M.W. VB G.J.
a 0 0 0 0
b 0,54 0,32 0,14 0
c 0,46 0,31 0,35 0
d 0,73 0 0,09 0

1) Kontrollbergsteiger
2) Versuchsbergsteiger

Tab.1. 2: Allgemeine pathophysiologische Erscheinungen (Appetit, Kopfschmerz, Benommenheit, Schwindel, Aggressivität) unter Langzeitbelastung (KB ohne Inulin, VB mit Inulin)
Parameter KB O.R. KB D.R. VB M.W. VB G.J.
Appetit        
a) 1,0 1,0 1,0 1,0 1,0
b) 1,43 1,0 1,0 1,0
c) 1,65 1,69 1,0 1,4
d) 1,45 2,27 1,0 1,0
Kopfschmerz        
a) 0 0 0,15 0
b) 0,57 0 0,07 0
c) 0,65 0 0 0
d) 0 0 0 0
Benommenheit        
a) 0 0 0 0
b) 0.25 0,14 0,07 0
c) 0,19 0,23 0,04 0
d) 0 0,09 0 0
Schwindelgefühl        
a) 0 0 0 0
b) 0,14 0 0,04 0
c) 0,23 0 0,04 0
d) 0,09 0 0 0
Aggressivität        
a) 0 0 0,38 0
b) 0,21 0,107 0,54 0
c) 0,12 0,85 0,12 0
d) 0 0,27 0,09 0

1) Werte auf Ausgangswert bezogen

Tab. 2: Herzkreislaufparameter unter Langzeitbelastung (KB ohne Inulin und VB-Inulinsupplementierung) .
Parameter KB O.R. KB D.R. VB M.W. VB G.J
Puls früh abends früh abends früh abends früh abends
a) 64,333,98
100
84,336,92
100
51,541,2
100
61,542,5
100
572,65
100
60,53,02
100
55,423,48
100
59,174,04
100
b) 70,7110,84
109,921)
76,646,95
90,88
55,545,93
107,61
64,754,78
105,22
57,364,41
100,63
63,867,69
105,55
58,366,01
105,34
60,438,78
102,13
c) 74,319,41
115,14
82,7710,17
98,15
65,927,81
127,9
74,697,39
121,37
71,2310,76
124,96
80,9612,37
133,82
60,776,17
109,69
73,469,37
124,15
d) 66,184,85
102,88
70,543,70
83,65
542,56
104,77
62,912,74
102,23
59,672,93
104,68
67,825,40
112,1
51,51,24
92,96
56,913,51
96,18

Tab. 3: Respiratorische Symptome (Husten (H), Schnupfen (S), Halsschmerzen (HS) unter Langzeitbelastung (KB ohne Inulin) und Inulinsupplementierung

Score - Werte
H, S, HS KB O.R. KB D.R. VB M.W. VB G.J.
a) 0 0 0 0
b) 2,29 0,25 0,64 0,18
c) 1,46 0,27 2,92 0
d) 0 0 0,91 0
Tage mit resp. Sympt.        
a) 0 0 0 0
b) 24 4 18 3
c) 9 7 26 0
d) 0 0 9 0

O.R. und M.W. ab b) in einem Zelt

Tab. 4: Magen-Darm-Trakt Symptomatik unter Langzeitbelastung (KB ohne Inulin, VB mit Inulin)

Häufigkeit des Stuhlgangs pro Tag KB O.R. KB D.R. VB M.W. VB G.J.
a) 2,69 3,23 1,0 0,92
b) 0,89 2,21 0,57 0,86
c) 1,19 1,42 1,04 1,12
d) 1,0 1,12 0,92 1,0
Kotkonsistenz        
a) 0,46 0,76 0,54 0,54
b) 1,96 1,21 0,93 1,96
c) 1,46 1,85 1,38 1,96
d) 2,27 1,45 0,64 0,55
Stuhlhäufigkeit pro Tag x Kotkonsistenz        
a) 1,24 2,45 0,54 0,50
b) 1,76 2,67 0,53 1,57
c) 1,77 2,63 1,44 2,2
d) 2,27 1,62 0,57 0,55

Tab. 5: Körpergewichtsentwicklung unter Langzeitbelastung und Inulinsupplementierung (KB ohne Inulin)

Testperson Gruppe Körpergewicht kg Diff. %
    Abflug Rückkehr    
O.R. KB 68 60 -8 13,3
D.R.   64 58 -6 10,3
M.W. VB 69 70 +1 1,01
G.J.   73 73 0 0

Tab. 6: Ergebnis der immunologischen Untersuchung von Bergsteigern unter Langzeitbelastung (65 d) und Inulinsupplementierung (KB ohne Inulin)

Bergsteiger Vorbereitung 14.9.99 Abflug 25.9.99 Rückkehr 30.11.99
CRP µg/ml ET EU/ml IgG CRP µg/ml ET EU/ml IgG CRP µg/ml ET EU/ml IgG
KB O.R. 0,519 0,028 7,35 153,5 26,3 0,445 0,017 0,47 152,3 29,2 5,205 0,152 < 0,125 138,4 22,4
KB D.R. 0,332 0,01 0,135 209,5 18,0 0,175 0,023 0,19 101,0 23,8 1,495 0,045 < 0,125 172,9 15,4
VB M.W. 0,140 0,018 < 0,125 217,8 20,3 1,127 0,063 < 0,125 171,3 28,2 0,709 0.017 < 0,125 147,1 6,1
VB G.J. 0,977 0.052 < 0,125 341,8 52,8 0,516 0,026 < 0,125 271,8 4,8 2,466 0.093 < 0,125 306,0 31,7

Tab. 6 a: Vergleich der immunologischen Parameter vor Beginn und am Ende der Expedition

  Abflug Rückkehr
  CRP ET EU/ml IgG OD CRP ET EU/ml IgG OD
KB O.R. 100 %
0,445 0,017
0,47 100%
152,3 29,2
1169,66 %
5,205 0,152
<0,125 90,87%
138,4 22,4
KB D.R. 100 %
0,175 0,025
0,19 100 %
101,0 23,8
884,28 %
1,495 0,045
< 0,125 171,19 %
172,9 15,4
VB M.W. 100 %
1,127 0,063
< 0,125 100 %
171,3 28,2
62,9 %
0,709 0,017
< 0,125 85,87 %
147,1 6,1
VB G.J. 100 %
0,516 0,026
< 0,125 100 %
271,8 4,8
477,9 %
2,466 0,093
< 0,125 112,83 %
306,0 31,7

Tab. 7: Ergebnisse der bakteriologischen Untersuchung von Kotproben bei Bergsteigern unter Langzeitbelastung (65d) und Inulinsupplementierung (KB ohne Inulin)

Parameter Zeitpunkt KB O.R. KB D.R. VB M.W. VB G.J.
GKZ KbE/g 14 d vor Abflug 6,0 x 108 8,0 x 107 5,0 x 106 9,0 x 107
G-KZ KbE/g   5,0 x 106 5,0 x 107 2,5 x 105 5,0 x 107
Clostr. perfr   < 104 3,0 x 105 < 104 5,0 x 105
Hefen   - - - -
GKZ Abfl. 6,0 x 107 1,0 x 105 1,4 x 107 4,5 x 108
G-KZ   1,0 x 106 1,0 x 104 8,0 x 106 1,2 x 108
Clostr. perfr.   - - - -
Hefen   - - - -
GKZ Rückkehr 4,0 x 106 1,0 x 108 7,0 x 107 4,0 x 107
G-KZ   1,5 x 106 1,0 x 107 1,0 x 107 0,5 x 108
Clostr. perfr.   1,5 x 106 - - -
Hefen   - - C. tropicalis 1,2 x 104 C. tropicalis 1,1 x 104

Tab. 7a: Differenz der Keimzahlen in den Kotproben bei Bergsteigern unter Langzeitbelastung (65 d) und Inulinsupplementierung (KB ohne Inulin)

Zeitpunkt Keimzahl Zeitpunkt Differenz
    KB O.R. KB D.R. VB M.W. VB G.J.
14 d vor Abflug GKZ KbE/g 5,4 x 107 7,99 x 107 -9 x 106 -3,6 x 108
Abflug G-KZ KbE/g 4 x 106 4,99 x 107 -7,75 x 106 -7,0 x 107
Abflug GKZ KbE/g 5,6 x 107 -1,0 x 108 -5,6 x 107 4,1 x 108
Rückkehr G-KZ KbE/g -5 x 105 -1,0 x 100 -2,0 x 106 1,15 x 108